23.05.2021

Die Gnosis

Erkenntnis (Erkenntnisgewinn) – Gnosis, ist weder Religion noch Ideologie, sie hat nicht mal ein definiertes Ziel. Man kann auch Niemand dazu missionieren, sich dem Erkenntnisgewinn anzuschließen, weil sich im Grund ohnehin jeder Mensch mehr oder weniger in einem Erkenntnisprozess befindet. Die Chrästoi vor 2000 Jahren haben Erkenntnisgewinnung, auch die rein praktische, daher ja der Name, zum Lebensinhalt gemacht im Gegensatz/Kontrast zu den damaligen Religionen, in denen es nur darum ging etwas zu glauben und traditionell fortzuführen. Das erklärt auch die Verfolgung der Gnosis (Chrästoi). Und grundsätzlich ist eine Erklärung der Sache selbst (Gnosis), eben eine Erklärung, keine Missionierung, denn es gibt nicht einmal etwas, dem man sich anschließen könnte, keine (glaubens) Gemeinschaft, kein (glaubens) Bekenntnis, keine Form von Ritualen oder Voraussetzungen, außer der Grundeinstellung alles bisher geglaubte in Frage zu stellen. Da es vor 2000 Jahren weder Atheisten noch Naturwissenschaften gab, richteten sich die erhaltenen Schriften der Gnosis natürlich an Menschen verschiedenen Glaubens oder sind in einer Form abgefasst, welche Gläubige verstehen. Diese Grundeinstellung zur Welt und zur Erkenntnisgewinnung hat ihren Ursprung im alten Ägypten.

Eik

Knowledge (gain in knowledge) – Gnosis is neither religion nor ideology, it does not even have a defined goal. Nobody can be missioned to join the gain of knowledge, because basically every person is more or less in a process of knowledge anyway. The Chrästoi 2000 years ago made the acquisition of knowledge, also the purely practical, hence the name, part of their life in contrast to the religions of that time, in which it was only about believing something and traditionally continuing it. This also explains the persecution of Gnosis (Chrastoi). And basically a declaration of the matter itself (gnosis), a declaration, not a missionary work, because there is not even something to which one could join, no (faith) community, no (faith) confession, no form of rituals or requirements , apart from the basic attitude of questioning everything previously believed. Since there were neither atheists nor natural sciences 2000 years ago, the surviving writings of Gnosis were of course directed at people of different faiths or were written in a form that believers understand. This basic attitude to the world and to gaining knowledge has its origin in ancient Egypt.

Eik

Kommentare

Generell scheinen viele der Meinung zu sein, Gnosis (Erkenntnis) sei etwas besonderes und ich/wir wolle/n diese Mystifizieren (Erleuchtung etc. außer den elektrischen Lampen nebst Sonne Mond und Sterne, leuchtet da nix) und zu etwas Besonderem „erheben“, abgrenzen und als elitär darstellen, also das tun was früher der Gnostizismus betrieb und dabei genau das produzierte, was bei vielen rationalen Menschen als Befürchtung immer durchscheint. Nein, der Ausgangspunkt ist, dass das was als „Gnosis“ überliefert ist, zu 70 % Gnostizismus ist und daher zu Definitionsproblemen führt (z.B. auf Wiki), weil sich kaum Jemand mit dem Ursprung auseinandergesetzt oder befasst hat. Damals haben die Menschen, die nach Erkenntnis strebten, die frühen Gnostiker, die Chrästoi (die sanftmütig – Nützlichen), sich klar von dem Rest der Menschen abgrenzen müssen, da fast alle einem Glauben angehörten und das dürften im dem damaligen Gebiet von Judäa mehr als 95% gewesen sein, in Römischen Reich ganz ähnlich. Heute wäre Gnosis in keiner Weise etwas was man (außer vom reinen Glauben) in irgendeiner Form zum Beispiel von Wissenschaft oder anderen Dingen abgrenzen müsste und auch nichts besonderes. Es gibt Heute keine irgendwie organisierten „gnostischen Gemeinschaften“ vielleicht unter großem Vorbehalt noch die Freimaurer, die sich auf ähnliche Ursprünge berufen. Erkenntnis sollte jedoch frei von Ritualen und Bekenntnissen bleiben, denn sonst läuft sie immer Gefahr ins Abstruse abzudriften.

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