{"id":627,"date":"2015-05-27T10:28:11","date_gmt":"2015-05-27T09:28:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=627"},"modified":"2015-05-27T10:28:11","modified_gmt":"2015-05-27T09:28:11","slug":"der-turm-von-babel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=627","title":{"rendered":"Der Turm von Babel"},"content":{"rendered":"\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions BEGIN -->\n<div class=\"fb-like\" data-href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=627\" data-layout=\"standard\" data-action=\"like\" data-show-faces=\"false\" data-size=\"small\" data-width=\"450\" data-share=\"\" ><\/div>\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions END -->\n<p>Es war bei einem Treffen in M\u00fcnchen \u2013 Mosach, als ich es zum ersten Mal erkl\u00e4rte und wie immer h\u00f6rte niemand zu. Es vergingen von da an \u00fcber zehn Jahre, bis dem Eik klar wurden, dass das, was ich damals beschrieben hatte, wirklich existiert. Es geschah im vorigen Jahr in dem Moment, als seine Frau irrt\u00fcmlich den Boten f\u00fcr die Botschaft hielt und mich kurzerhand n\u00e4chtens aus dem Haus warf. Nun gut, Selbstsicherheit ist eine sehr brauchbare Tugend, Irrtum nichts als menschlich, also habe ich ihr den Irrtum rasch verziehen. Die Narben, die trage ich und niemand kann, noch will sie mir heilen. Nun gut, bei einer solchen Sache geht wohl Manches unkalkulierbar zu Bruch.<br \/>\nEs geht n\u00e4mlich um eine brisante Angelegenheit. Es geht um die Art von Verstand, der aus den materiellen Ressourcen des Lebens entsteht. Eigentlich sollte diese Art von Verstand sich langsam den gr\u00f6\u00dferen Gegebenheiten anpassen, aber nun ist diese Chance leider mangels Kenntnis der Umst\u00e4nde verpasst. Im Glauben, es mit einem gef\u00e4hrlichen Phantom zu tun zu haben, wurde n\u00e4mlich diese Variante des Verstandes eliminiert \u2013 sie hatte dem auch nichts entgegen zu setzen, die Folgen werden sich in der ferneren Zukunft bemerkbar machen, man nennt so etwas auch \u201edie Fehler der Sophia\u201c, solche sind wohl schon \u00f6fter passiert, wir w\u00e4ren sonst auch weiter, technischer und seelischer Verstand w\u00e4ren nicht so weit voneinander getrennt, wie sie es sind. Eigentlich sollten sie einander ja treffen, durchdringen und sich gegenseitig helfen, aber da hat wohl jemand die Kurve nicht gekriegt und derjenige, der korrigierend h\u00e4tte eingreifen sollen, sah seine Aufgabe nicht. Die Logik, um mit Hieronymus von Bethlehem zu sprechen, also die Lehre vom Wort (hole ihn der Teufel daf\u00fcr!) ist aber folgende:<br \/>\nEs kann nicht Leben aufwachsen und keinen Verstand entwickeln. Selbst ein Virus besitzt einen bewunderungsw\u00fcrdigen reaktiven Verstand, wie man an seinen diversen Selbsterhaltungsstrategien sehen kann und solch ein Virus ist weder lebendig noch tot, es steht irgendwo zwischen dem Unlebendigen und dem Lebenden. Man k\u00f6nnte sagen, es w\u00e4re eine Blaupause auf Sp\u00e4teres. Wenn also schon dies den Keim des Verstandes tr\u00e4gt, dann ist es nur konsequent, dass, ich k\u00fcrze mal ab, auch das materielle (organische) Leben auf die L\u00e4nge Verstand entwickelt. Dieser aus der blo\u00dfen Struktur des Geistes erwachsene Verstand beinhaltet das, was wir Instinkt und in seiner h\u00f6her entwickelten Form Intelligenz nennen, w\u00e4hrend die andere, die rein geistige Form uns in der Weise gegen\u00fcber tritt, dass wir f\u00fchlen k\u00f6nnen, dass wir uns etwas \u201evorzustellen\u201c verm\u00f6gen, das wir nicht unmittelbar vor Augen haben und dass wir, das ist wohl das Wichtigste, Zusammenh\u00e4nge feststellen und Unterschiede machen k\u00f6nnen. Zu einem voll bewussten Leben geh\u00f6ren aber, das wird leicht nachzuvollziehen sein, beide Komponenten, f\u00fcr sich allein ist keine der beiden Komponenten geeignet, Wirklichkeit ad\u00e4quat zu erfassen.<br \/>\nUnd nun haben wir den Salat, den wir nie haben wollten: statt dass die beiden Komponenten einander umfassen und erg\u00e4nzen, sind sie durch diese Schreckreaktion weit auseinander getrieben und wir haben das Nachsehen. Ich habe ein Jahr lange gewartet, ob dies auch von denen bemerkt wird, die es angerichtet, respektive nicht verhindert haben. Es ist diesbez\u00fcglich nichts geschehen. Ich w\u00fcsste nun einmal gern, warum nicht, denn nur wenig sp\u00e4ter war zumindest einem der Beteiligten klar, womit er es zu tun hatte; warum hat er nicht daf\u00fcr gesorgt, dass die beiden Komponenten einander mit dem versorgten, was ihnen jeweils fehlt? Dass ein unbedarftes Gem\u00fct hingegen vor der absoluten Ansicht des Ph\u00e4nomens zur\u00fcckschreckt, kann ich gut verstehen, aber warum wurde nicht gefragt, sondern wild darauf los gehandelt? Nichts, aber auch gar nichts muss wild darauf los behandelt werden, wusste das Agierende das denn nicht und warum wusste es das nicht? Warum hat, wer die Befugnis besitzt, solche Prozesse aufzuhalten, diesen laufen lassen? Warum wurde die Entwicklung der menschlichen Spezies derart weit zur\u00fcck geworfen? Es ist doch nichts weiter geschehen, als dass die Schere zwischen \u201eHerzverstand\u201c wie manche das nennen, und \u201eKopfverstand\u201c zum Nachteil des Menschen beinahe bis zum Brechen der Scherenzangen zur\u00fcck getrieben wurde. Was hat der Mensch getan, dass ihm solch b\u00f6ses Schicksal zuteil geworden ist, gerade als er dabei war, die Bl\u00e4tter der Schere n\u00e4her zusammen zu bringen und dabei wurde der Prozess zum ersten Mal sichtbar und das war auch schon sein Untergang? Ich kann es nicht glauben, aber ich muss es glauben, denn es ist offensichtlich, dass nun der \u201eHerzverstand\u201c den \u201eKopfverstand\u201c nicht mehr erreichen kann. Die Menschen spritzen auseinander wie einst in der Legende vom Turm zu Babel und jeder redet selbstvergessen in seiner eigenen Sprache mit sich selber und es k\u00fcmmert ihn nicht, ob sonst jemand ihn versteht. Aber es war nicht Gott, der dies Zusammenwachsen von \u201eHimmel und Erde\u201c zerst\u00f6rt hat. Es war irgendein Wesen \u2013 irgendeines&#8230; irgendwo&#8230; das zuf\u00e4llig daran kam und dar\u00fcber erschrak. Das keine Fragen stellte und so auch keine Antworten bekam, sondern das selbstherrlich zu wissen meinte, was das w\u00e4re&#8230; eben ganz und gar ein Sophia \u2013 Typ. Es gibt aber keine Sophien, der Name ist nur ein Euphemismus f\u00fcr: gef\u00e4hrlich aber auch etwas beschr\u00e4nkt. Sophien erschrecken \u00fcbrigens sogar vor ihren eigenen Spiegelbildern&#8230; aber genug davon. Die wichtigere Frage ist: wie bekommen wir das, was da zerstreut wurde, wieder dahin, wohin es geh\u00f6rt? Wie erreichen wir es, dass sich die beiden Komponenten wieder erg\u00e4nzen? An diejenigen, die das verm\u00f6gen, wenden sich diese S\u00e4tze.<\/p>\n<div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 0;float:none;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=627\" send=\"false\" layout=\"like\" width=\"450\" show_faces=\"true\" font=\"arial\" action=\"\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war bei einem Treffen in M\u00fcnchen \u2013 Mosach, als ich es zum ersten Mal erkl\u00e4rte und wie immer h\u00f6rte niemand zu. Es vergingen von da an \u00fcber zehn Jahre, bis dem Eik klar wurden, dass das, was ich damals beschrieben hatte, wirklich existiert. 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