{"id":449,"date":"2014-07-19T08:49:23","date_gmt":"2014-07-19T07:49:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erkenntnis.org\/blog\/?p=449"},"modified":"2014-10-28T09:12:09","modified_gmt":"2014-10-28T08:12:09","slug":"ueber-den-ursprung-der-freimaurerei-und-ueber-einige-vorurteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=449","title":{"rendered":"\u00dcber den Ursprung der Freimaurerei und \u00fcber einige Vorurteile"},"content":{"rendered":"\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions BEGIN -->\n<div class=\"fb-like\" data-href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=449\" data-layout=\"standard\" data-action=\"like\" data-show-faces=\"false\" data-size=\"small\" data-width=\"450\" data-share=\"\" ><\/div>\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions END -->\n<p>1. Der Ursprung der Vereinigung<br \/>\nDie Freimaurerei ist ein Kind insbesondere der englischen Aufkl\u00e4rung des achtzehnten Jahrhunderts. Die erste Gro\u00dfloge wurde 1723 in London er\u00f6ffnet, was voraussetzt, dass es schon einige Zeit zuvor Bestrebungen zu einer solchen gegeben haben muss, wovon aber nichts Genaues bekannt ist. Mit einigem Mut kann also bereits das siebzehnte Jahrhundert als Vorbereitungszeit einbezogen werden. Das ist umso wahrscheinlicher, als die erste freimaurerische Verbindung im Jahr 1598 nachgewiesen ist. Es handelt sich um die Loge Mother Killwinnig No. 0, wie man sehen kann, eine englischsprachige Verbindung. Die Verbindung zu den aus dem Mittelalter stammenden Bauh\u00fctten wird dadurch geschlossen, dass diese, die sich in der beginnenden Neuzeit mit ihrer Erosion des Zunftwesens im Niedergang befanden, nicht z\u00fcnftige verm\u00f6gende B\u00fcrger als \u201efreie Maurer\u201c aufnahmen, deren Zuwendungen die Existenz der Bauh\u00fctten sicherten. Diese \u201efree masons\u201c mussten sich nicht an die Zunftbr\u00e4uche halten und mussten auch das Handwerk nicht aus\u00fcben. Der erste Nachweis solcher free masons geschieht im Rechnungsbuch der Virginia Company of London im Jahre 1620. Einzige Bedingung f\u00fcr die Aufnahme war die Zusicherung absoluter Verschwiegenheit nach au\u00dfen, was sich sowohl auf die blo\u00dfe Zugeh\u00f6rigkeit als auch sp\u00e4terhin auf alles erstreckte, was innerhalb der Verbindungen vor sich ging.<br \/>\nW\u00e4hrend der Niedergang der Bauh\u00fctten aber auch durch diese Einrichtung nicht aufzuhalten war, formierten sich die \u201efreien\u201c oder, wie sie ebenfalls oft genannt wurden \u201eangenommenen Maurer\u201c zu einer eigenen Institution mit eigenen Zielen. In einer b\u00fcrgerlichen Institution Englands konnte das nichts Anderes sein, als die Verbreitung der aufkl\u00e4rerischen Sichtweisen und Ideale der Zeit. Zun\u00e4chst entstanden in London, dann auch in anderen britischen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten kleine Zirkel, die nicht mehr mit traditionellen Bauh\u00fctten in Zusammenhang standen, sondern ein b\u00fcrgerliches Eigenleben f\u00fchrten und nach eigenen Normen des Zusammenhaltes suchten. Dabei wurde die Arkanpflicht immer mehr ausgeweitet, die Mitglieder erkannten einander an bestimmten Codew\u00f6rtern und Codegesten, die zum Teil heute noch g\u00fcltige Erkennungszeichen sind. Es entwickelten sich, angelehnt an alte Bauh\u00fcttenbr\u00e4uche, eigene Rituale, denen aber kein sakramentaler Charakter zukam, da die Vereinigungen sich nicht als Zusammenschl\u00fcsse sakralen Charakters ansahen, die vielmehr als blo\u00dfe Gemeinschaft stiftende Verrichtungen gelten sollten. Die englische Freimaurerei war auch ma\u00dfgebend f\u00fcr die fr\u00fche Verbreitung freimaurerischer B\u00fcnde in den englischen Kolonien Nordamerikas und somit in den Vereinigten Staaten von Amerika, zu deren Gr\u00fcnderv\u00e4tern fast durchweg Freimaurer z\u00e4hlen.<br \/>\nVon London aus gelangte das Freimaurerwesen relativ schnell hin\u00fcber nach Frankreich und die franz\u00f6sischen Aufkl\u00e4rer griffen die Idee dankbar auf und organisierten sich vielfach nach dem gleichen Muster. Aber die Begr\u00fcndung des Freimaurertums in Frankreich stie\u00df auf die hier sehr viel st\u00e4rker als in England entwickelte Individualit\u00e4t der Aufkl\u00e4rer und so kam es zun\u00e4chst zu vielfachen Streitigkeiten und Rivalit\u00e4ten, in denen ein erster Versuch, die Maurerei zu begr\u00fcnden (1738 die erste Grand Loge de France) scheiterte und erst 1778 mit der Gr\u00fcndung des Grand Orient de France eine zentralisierte Struktur dauerhaft eingerichtet werden konnte. Es ist bekannt, dass namhafte franz\u00f6sische Aufkl\u00e4rer Mitglieder in franz\u00f6sischen Logen waren, aber es ist auch bekannt, dass keineswegs alle franz\u00f6sischen Logen auch Horte revolution\u00e4rer Gesinnung gewesen sind. Die Aufkl\u00e4rung ergriff nicht, wie in England, vorwiegend die b\u00fcrgerliche Klasse, sie ergriff in Frankreich vielmehr auch viele Angeh\u00f6rige der unteren und mittleren Adelsr\u00e4nge, die durch den franz\u00f6sischen Absolutismus und durch dessen straffe Zentralisation auf Hocharistokratie und K\u00f6nigshaus als die allein wirksamen politischen Faktoren dem B\u00fcrgertum in vielfacher Hinsicht geistig und materiell n\u00e4her standen als der Aristokratie. Diese Adeligen hatten verst\u00e4ndlicher Weise bei allem Willen zu Reformen wenig Interesse daran, ihre ohnehin nicht besonders zahlreichen Privilegien zugunsten einer egalit\u00e4ren Ordnung aufzugeben und standen daher der sich anbahnenden Revolution von 1789 skeptisch bis ablehnend gegen\u00fcber, ohne indes ihren aufkl\u00e4rerischen Impuls zu verleugnen. Dies spiegelte sich auch in den Logen wider und so kam es dazu, dass die erste franz\u00f6sische Gro\u00dfloge, eben jene Grand Orient, stark unter adeligem Einfluss stand, so stark, dass sie einen royalen Hocharistokraten zum Gro\u00dfmeister einsetzte (Louis Philippe d\u2019 Orleans). Eine mit der Grand Orient rivalisierende rein b\u00fcrgerliche Loge, die Grand Loge de Clermont, bestand noch bis 1799 also \u00fcber das Ancien Reg\u00edme und die Zeit der Revolution hinaus bis in die napoleonische \u00c4ra.<br \/>\nVon Frankreich aus gelangte die Freimaurerei dann, schon in etwa den Formen, die man auch heute noch kennt, mit den Gedanken der Aufkl\u00e4rung auch nach Deutschland. Nun kann man aber nur theoretisch von Deutschland reden, wenn man diese Zeit meint, denn was Deutschland ist, war zerspalten in mehr als dreihundert mitunter winzige Staatsgebiete, die alle dem deutschen Kaiser gegen\u00fcber recht souver\u00e4n waren. Entsprechend un\u00fcbersichtlich gestaltete sich auch die Ausbreitung der Freimaurerei, der sich in Deutschland beide Klassen, das B\u00fcrgertum und der Adel gleicherweise widmeten (man denke immer daran, dass sowohl Preu\u00dfens K\u00f6nig Friedrich II als auch Mitglieder des habsburgischen Kaiserhauses Freimaurer gewesen sind). Das hatte zur Folge, dass in den deutschen Logen egalit\u00e4re Prinzipien herrschten und keine Adelsr\u00e4nge anerkannt wurden. M\u00e4nner wie Lessing und Friedrich von Hohenzollern oder Joseph von Habsburg waren vom freimaurerischen Standpunkt gesehen, nur gleichberechtigte Br\u00fcder, die sich den Vorschriften des Bundes in gleicher Weise zu f\u00fcgen hatten.<br \/>\nEhe sich deutsche Logen gr\u00fcndeten, wurden Deutsche in englischen Logen aufgenommen, ob sich Gleiches in Frankreich vollzog, ist zumindest nicht bekannt, aber doch nicht unwahrscheinlich, da mehr die franz\u00f6sische als die englische Aufkl\u00e4rung zum Paten der deutschen Bestrebungen wurde. Die Logengr\u00fcndungen aber waren, dem partikularistischen Prinzip im deutschen Sprachraum folgend, ebenfalls partikul\u00e4re Ereignisse mit jeweils nur auf ihre n\u00e4heres Terrain eingeschr\u00e4nkter Bedeutung. Eine einheitliche Gro\u00dfloge f\u00fcr Deutschland gibt es gem\u00e4\u00df dem f\u00f6deralen Prinzip, in das die deutsche Kleinstaaterei auf dem Umweg \u00fcber Bismarcks Kaiserreich dann m\u00fcndete, bis heute nicht. Stattdessen existiert ein Verband jeweiliger territorialer Gro\u00dflogen.<br \/>\nVon diesen drei Hauptzweigen aus verbreitete sich die Freimaurerei weiter durch Europa und \u00fcber den Globus, so dass sie heute als eine weltweit verbreitete Organisation angesehen werden kann. Dabei ist nicht relevant, ob sie in den jeweiligen Statistiken der L\u00e4nder aufgef\u00fchrt ist oder nicht, da eine Pflicht zur staatlichen Anerkennung seitens der Freimaurer nicht besteht. Es handelt sich im Gegenteil immer um eine auf privater Initiative beruhende und demnach auch privatrechtliche Vereinigung.<br \/>\nDer Ursprung der inneren Organisation<br \/>\nDa ich selbst kein Freimaurer bin, steht mir ein Urteil \u00fcber Sinn und Zweck freimaurerischer Vorstellungen nicht zu. Indessen haben sich aber inzwischen so viele Personen wie Institutionen Urteile \u00fcber dieselben angema\u00dft, dass nicht unterlassen werden kann, wenigstens mit einigen verbreiteten Vorurteilen aufzur\u00e4umen \u2013 ich denke, dass ich hierf\u00fcr die Zustimmung auch eines Freimaurers gewinnen kann.<br \/>\nDie gemeinschaftsstiftenden Rituale der Freimaurer entstammen nicht irgendwelchen uralten Traditionen \u00e4gyptischer Herkunft und haben auch mit dem j\u00fcdischen Tempelkult nichts gemein. Beides wird hin und wieder selbst von Freimaurern behauptet. In Wahrheit stammen die Riten aus der Zeit der mittelalterlichen Bauh\u00fctten, welche die Aufnahme neuer Mitglieder so feierlich wie nur m\u00f6glich zu gestalten suchten \u2013 und auch so abenteuerlich wie nur m\u00f6glich, denn ein bisschen Grusel ist immer gut, wenn es eine Arkanpflicht zu beachten gilt. Die galt im Anfang zwar nur Berufsgeheimnissen, w\u00e4hrend die Mitgliedschaft in der Bauh\u00fctte selbst bekannt war, sie weitete sich im Lauf der Zeit aber auf die Mitgliedschaft selbst aus. Das Rituale selbst, die sogenannte Tempelarbeit, sollte geheim sein, aber wie es mit vielen Geheimnissen geht, kaum etwas wird lieber ergr\u00fcndet und ausgeplaudert als eben Geheimnisse und so erging und ergeht es auch den Freimaurern, sie m\u00f6gen es mit Nachsicht betrachten oder nicht.<br \/>\nKern des freimaurerischen Gedankenkreises sind auch nicht irgendwelche Rituale religi\u00f6sen oder parareligi\u00f6sen Inhalts, sondern der Kern ihres Gedankenkreises ist die Humanit\u00e4t, unter der sie die diskrete Verbesserung der menschlichen Ethik und Moral verstehen. Nicht gro\u00dfe Revolutionen sollen dies bewirken, sondern stetige und hartn\u00e4ckige Arbeit eines jeden Freimaurers an den Menschen in seiner konkreten Umgebung. Abschlie\u00dfung wird also bei einem Freimaurer nicht gern gesehen, Isolationismus ist keine freimaurerische Tugend. Sondern der Freimaurer soll unbehindert und frei im Sinne der Menschenfreundlichkeit \u201eam rauen Stein\u201c wirken wo immer er wirken kann und er soll zu diesem Zwecke jede Form von Mitmenschlichkeit nutzen \u2013 ein Menschenfeind ist nicht geeignet, sich einer freimaurerischen Vereinigung anzuschlie\u00dfen, obgleich das hier und da aus Unkenntnis heraus vorgekommen sein kann. Die parareligi\u00f6sen Rituale sind mehr auf den Symbolcharakter der Religionen ausgerichtet als auf deren Inhalte \u2013 allerdings haben die christlichen Symbole dabei einen historisch bedingten Vorrang und so wird es angesichts der Bibel als Symbol f\u00fcr die Weisheit jenseits der Philosophien, einem Muslim vielleicht etwas schwer fallen, Freimaurer zu werden, obgleich dem inhaltlich nichts entgegen steht. Andere Symbole kommen dem nat\u00fcrlichen Spieltrieb jeder \u201eKnabenvereinigung\u201c entgegen, als welche man die freimaurerischen Zirkel immer auch betrachten muss \u2013 auch wenn man ihre erwachsene Zielrichtung nicht in Zweifel zieht, der Ritus hat immer auch etwas von einem pubert\u00e4ren Spiel, wie sie sich sonst auf Schultoiletten ereignen. Nur geht es hier nicht um gemeinschaftliches Onanieren oder um Schwanzvergleiche, sondern im Gegenteil wird gerade alles Triebhafte aus dem Ritual ausgeblendet und der Mann erscheint in einer patriarchalen Tradition als idealtypische Figur. Erst seit Neuerem ist auch das Frauenbild des Freimaurertums hier und da vorsichtigen Reformen unterzogen worden, bis dahin galt die Frau mehr oder weniger als notwendiges \u00dcbel und der Freimaurer sollte sich sehr gut umsehen, ehe er einer Frau die zeremoni\u00f6sen Handschuhe \u00fcberreicht, die als freimaurerisches Eheversprechen gelten. Selbstverst\u00e4ndlich gilt die Arkanpflicht dann auch gegen\u00fcber der Ehefrau eines Freimaurers, dennoch ist sie aus dem Umkreis der Loge nicht ausgeschlossen, es finden in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Veranstaltungen statt, an denen auch die Frauen der Freimaurer teilnehmen d\u00fcrfen und sollen. Geschlossene Frauenlogen aber werden erst seit dem vorigen Jahrhundert begr\u00fcndet und sind als Institutionen nach wie vor umstritten.<br \/>\nEin weites Feld jedoch sind die verbreiteten Vorurteile, mit denen im Prinzip jede Geheimgesellschaft nur aus dem Grund zu ringen hat, dass man ihre Realit\u00e4t eben nicht kennt. Das macht Nichtzugeh\u00f6rigen umso mehr Angst, wenn sich herausstellt, dass die Angeh\u00f6rigen einer solchen Geheimgesellschaft tats\u00e4chlich sich in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hervortun und es wahrscheinlich erscheint, dass sie einander in die S\u00e4ttel helfen, es hier und da auch wirklich so vorkommt, denn auch ein Freimaurer ist nur ein Mensch und so von Korpsgeist, Nepotismus und Korruption gef\u00e4hrdet. Indes \u2013 eine wirkm\u00e4chtige freimaurerische Weltverschw\u00f6rung w\u00e4re wohl, betrachten wir die gegenw\u00e4rtige Lage, das Beste, was der Menschheit insgesamt passieren k\u00f6nnte. Und damit w\u00e4re das haupts\u00e4chliche Vorurteil leider schon aus dem Rennen, denn von freimaurerischen Idealen ist in der gegenw\u00e4rtigen Weltlage nichts, aber auch nichts zu sp\u00fcren, geschweige zu sehen.<br \/>\nEher schon k\u00f6nnte man annehmen, dass an dem Vorurteil etwas w\u00e4re, dass die freimaurerische T\u00e4tigkeit sich gegen die Interessen insbesondere der katholischen Kirche richten k\u00f6nnte. In jedem Falle aber kann man sicher sein: gegen Religion als solche richtet sich die Freimaurerei nicht, dieses Feld ist ihr nebens\u00e4chlich \u2013 gegen den Katholizismus als Machtorgan aber hat sie sich immer wieder gerichtet, und wie weit der moderne Atheismus und sein Kirchenkampf mit Aktivit\u00e4ten der Freimaurer Hand in Hand gehen, ist zumindest nicht erweislich. Wenn es aber so w\u00e4re, so w\u00e4re es dem Christentum als solchem nicht zum Schaden, w\u00fcrde es von einer Institution wieder zu einer Bekenntnisgemeinschaft werden. Dasselbe trifft nat\u00fcrlich auch f\u00fcr alle anderen Weltreligionen zu.<br \/>\n\u00dcber das Verh\u00e4ltnis der Freimaurerei zur Frauenfrage habe ich ja schon kurz gesprochen. Hier sind die Dinge in Fluss wie in der gesamten bisher patriarchalen Gesellschaftsstruktur. In ihrem Scho\u00df und als eines ihrer Spiegelbilder ist die Freimauerei entstanden und mit ihr wird sie sich wandeln m\u00fcssen oder sie wird mit ihr untergehen. Ob die strikte Trennung von m\u00e4nnlicher und weiblicher Freimauerei sich aber wird halten k\u00f6nnen, bezweifle ich, eher sehe ich die Perspektive in einer gemischten Arbeit, an der beide Geschlechter gleichberechtigt und auch gleich verpflichtet Anteil nehmen. Selbstverst\u00e4ndlich wird dies nicht ohne vielfache Verwerfungen bewerkstelligt werden k\u00f6nnen, da auf beiden Seiten erhebliche Vorurteile bestehen. Aber die Zeit der Freimaurerei als eine Zeit der Herrenklubs ist abgelaufen, die Zukunft geh\u00f6rt einem neuen Bild oder sie schwindet. Schon heute klagen viele Logen \u00fcber Mitgliederschwund, was nicht zuletzt in ihrem Traditionalismus begr\u00fcndet ist und darin, dass sie \u00fcber Jahrzehnte vers\u00e4umt haben, ihre Werte zeitgem\u00e4\u00df zu pr\u00e4sentieren. Was im achtzehnten Jahrhundert leicht fiel, n\u00e4mlich zeitgem\u00e4\u00df und sogar der Zeit voraus zu sein, sollte im einundzwanzigsten Jahrhundert unserer Zeitrechnung nicht schwerer fallen. Die Forderungen der Freimaurer nach einer humanen Gesellschaftsstruktur sind noch keineswegs erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Berlin, im Juli 2014<br \/>\n\u00a9 Juliane Bobrowski<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 0;float:none;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=449\" send=\"false\" layout=\"like\" width=\"450\" show_faces=\"true\" font=\"arial\" action=\"\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Der Ursprung der Vereinigung Die Freimaurerei ist ein Kind insbesondere der englischen Aufkl\u00e4rung des achtzehnten Jahrhunderts. Die erste Gro\u00dfloge wurde 1723 in London er\u00f6ffnet, was voraussetzt, dass es schon einige Zeit zuvor Bestrebungen zu einer solchen gegeben haben muss, wovon aber nichts Genaues bekannt ist. 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