{"id":321,"date":"2012-11-18T12:13:46","date_gmt":"2012-11-18T11:13:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erkenntnis.org\/blog\/?p=321"},"modified":"2014-09-27T21:08:52","modified_gmt":"2014-09-27T20:08:52","slug":"die-heilige-kummernis-oder-die-manichaer-im-europaischen-mittelalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=321","title":{"rendered":"Die Heilige  K\u00fcmmernis oder: die Manich\u00e4er im europ\u00e4ischen Mittelalter"},"content":{"rendered":"\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions BEGIN -->\n<div class=\"fb-like\" data-href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=321\" data-layout=\"standard\" data-action=\"like\" data-show-faces=\"false\" data-size=\"small\" data-width=\"450\" data-share=\"\" ><\/div>\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions END -->\n<div>\n<p>Inhalt<\/p>\n<\/div>\n<p>Ein r\u00e4tselhaftes Bild. 1<\/p>\n<p>Die Ketzer nach den Ketzern. 1<\/p>\n<p>Wie Mani nach Oebisfelde kam.. 2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<h1>Ein r\u00e4tselhaftes Bild<\/h1>\n<\/div>\n<p>An nicht wenigen Kirchen quer durch den europ\u00e4ischen Kontinent, darunter an so ber\u00fchmten wie dem Dom von Mainz,\u00a0 ist, entweder als Relief oder auch als Wandmalerei folgendes Sujet zu betrachten: ein Mensch mit b\u00e4rtigem Gesicht und in einem langen Gewand h\u00e4ngt an einem Kreuz. Manchmal ist dem Gekreuzigten\u00a0 noch eine weitere Person oder ein Tier beigegeben, manchmal aber auch nicht.\u00a0 Jedenfalls ist klar, dass es sich bei diesem Gekreuzigten nicht um ein Bild des biblischen Jesus Christus handelt und dies war der europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung auch von allem Anfang an klar, denn die Sagen, die sich um diese Darstellungen ranken, haben mit der christlichen Kreuzigung nichts gemein. Dennoch wird von der\u00a0 modernen Forschung angenommen, dass diese Bilder etwas mit den alten romanischen Darstellungen des bekleideten Christ \u2013 K\u00f6nigs am Kreuz zu tun h\u00e4tten, wie wir ihnen vor allem auf alten Triumphkreuzen begegnen. Man erlaube mir indessen, diese Meinung nicht zu teilen, denn gerade Christus und seine Kreuzigung spielen\u00a0 hier nur sehr indirekt eine Rolle. Das ist schon daran zu erkennen, dass diese Darstellung generell als weiblich bezeichnet, aber durchweg vollb\u00e4rtig dargestellt wird.<\/p>\n<p>Ich meine nun, man k\u00f6nnte dem R\u00e4tselraten der Mythenforscher recht schnell ein Ende bereiten, wenn man zwecks Deutung des Geschehens jene Legende aufnimmt, die vom Tod des persischen Mani berichtet. Aber das eine Loch, das wir damit schlie\u00dfen, rei\u00dft viele neue Fragen auf und am wichtigsten ist diese: wie kommt ein persischer Religionsstifter Jahrhunderte nach seinem \u00fcbrigens wohl nicht gewaltsamen Tod an die Wand einer mitteleurop\u00e4ischen Kirche, denn die meisten Darstellungen finden sich in Mitteleuropa.<\/p>\n<div>\n<h1>Die Ketzer nach den Ketzern<\/h1>\n<\/div>\n<p>Graben wir einmal etwas tiefer nach, wir m\u00fcssen gar nicht in unauslotbare Tiefen gehen. Wir m\u00fcssen lediglich einen Blick auf die geistige Landschaft des hohen und vor allem des ausgehenden Mittelalters werfen. Gegen Ende des dreizehnten Jahrhunderts verschwand die Bewegung der Katharer aus dem Blick der Geschichte. Zugleich nahmen die \u201eSektengr\u00fcndungen\u201c erheblich zu und diese Bewegung hielt, immer wieder durch die offizielle Kirche nur ungen\u00fcgend aufgehalten, durch das ganze ausgehende Mittelalter an. Auch bereits bestehende Gruppen wurden pl\u00f6tzlich \u201einfiziert\u201c, so die europ\u00e4ischen Beginen und Begarden, aber es bildeten sich auch ganz neue Zirkel von \u201eGeistgl\u00e4ubigen\u201c als deren letzte Ausl\u00e4ufer wir wohl die Schw\u00e4rmer von Zwickau zu betrachten haben, mit denen ein Thomas M\u00fcntzer zusammentraf und von denen er eine ganze Reihe von Impulsen empfing, vor allem was die praktische Gemeindebildung anbelangt.<\/p>\n<p>Offiziell gaben sich die meisten dieser \u201eGeheimsekten\u201c als gut christliche Bruder- und Schwesternschaften, die Gebet und Fasten und Wohlt\u00e4tigkeit \u00fcbten, gute Schulen unterhielten und sich um die Kranken- und Altenpflege verdient machten. Besonders gut ist diese Entwicklung an einem ehemaligen Hof in Frankfurt am Main zu studieren, der Gutleuthof hie\u00df \u2013 nur ein ganz und gar unwissender Mensch wird bei einem solchen Namen nicht stutzen \u2013 und der sich just in dieser Zeit zu einem vielbesuchten Hospital entwickelte, so gut christlich, dass man es nicht einmal f\u00fcr n\u00f6tig hielt, den verr\u00e4terischen Namen zu ver\u00e4ndern. Dann haben wir da auch noch die Br\u00fcder vom gemeinsamen Leben, auf deren Schule noch der junge Luther ein wichtiges Jahr seines Lebens verlebte und deren \u201eChristlichkeit\u201c genau so wenig zur Diskussion stand, wir ihre p\u00e4dagogisch geradezu modern ausgerichtete Unterrichtsweise. Nat\u00fcrlich gab es daneben auch die ausgewiesenen H\u00e4retiker wie die durch Hieronymus Bosch und sein Werk bekannt gewordenen Adamiten oder die Br\u00fcder und Schwestern vom Freien Geist<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn1\">[1]<\/a>, die kein Hehl aus ihre Oppositionshaltung gegen Kirche und Christentum machten. Wir \u00a0m\u00fcssen dabei freilich bedenken, dass nur die Spitzen des Eisberges im Ged\u00e4chtnis geblieben sind \u2013 unz\u00e4hlige dieser neuen Sekten und Zirkel sind in der Anonymit\u00e4t entstanden und wieder vergangen und nicht immer musste die Kirche einschreiten \u2013 viele erledigten sich auch durch einen rigorosen Asketismus von selbst: sie erloschen.<\/p>\n<div>\n<h1>Wie Mani nach Oebisfelde kam<\/h1>\n<\/div>\n<p>Dieser Asketismus aber f\u00fchrt uns auf eine andere, nicht weniger interessante Spur: n\u00e4mlich zur\u00fcck auf die Tatsache, dass die katharische Bewegung am Ende des zw\u00f6lften und bis zur Mitte des dreizehnten Jahrhunderts, also bis zu dem Tag, als sie offiziell zu existieren aufh\u00f6rten, gespalten war. Der alte, genuin europ\u00e4ische Zweig, der seit den Tagen des Iren\u00e4us von Lyon greifbar ist, war so wenig fanatisch und laut, dass er tausend Jahre neben der offiziellen Kirche bestehen und von dieser geduldet werden konnte. Im zw\u00f6lften Jahrhundert kommen aber mit fl\u00fcchtigen byzantinischen Ketzern neue Impulse in die Bewegung und leider finden diese Impulse weithin Zuspruch, eben weil sie laut und vernehmlich und provokant sind. In Byzanz hatten sie ihre Bewegung durch ihr Geschrei und durch Gewalt zugrunde gerichtet: unbelehrt und unbelehrbar fuhren sie nun mit ihrem fanatischen Vernichtungswerk fort und provozierten in ihrem Asyl die Kirche wo immer sie konnten. Schlimmer noch \u2013 den besonneneren Katharern fehlte die Kraft, sich gegen diese wildgewordenen Hassprediger durchzusetzen. Fr\u00fcher hatten sie einen Peter von Bruis<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn2\">[2]<\/a> oder einen Prediger Heinrich noch von sich abhalten k\u00f6nnen, aber damit war es nun, da sie von dergleichen quasi \u00fcberflutet wurden, vorbei. Sie konnten nicht mehr verhindern, dass die Kirche einschritt und die nun wieder verstand nicht, dass die Katharer selbst in Teilen diese Entwicklung nicht billigten \u2013 ihr galt alles gleich und im Grunde war sie froh, endlich eine Handhabe gegen diese Bewegung zu besitzen, die ihr immer schon ein Dorn im Fleisch gewesen war. So kam es dann zu dem\u00a0 bekannten bewaffneten Eingreifen, aber dieses soll hier nicht zum beherrschenden Thema werden, wenn es auch nicht ganz ausgeblendet werden kann.<\/p>\n<p>Auch im Untergrund aber setzte, wie man sehen kann, wenn man sehen will, die Spaltung sich fort: es gab den mehr philosophisch orientierten Untergrund in dem die alte Bewegung des Westens sich fortsetzte und es gab wie schon erw\u00e4hnt, eine Menge an rigoros asketischen, dabei fanatisch antikirchlichen, die Ordnungen der mittelalterlichen Welt verachtenden und bek\u00e4mpfenden \u2013 und auch miteinander konkurrierenden \u2013 Gruppen und Gr\u00fcppchen die wie ein in G\u00e4rung befindlicher Teig als Blasen aufstiegen und wieder zerplatzten. Und in dieser rigorosen Bewegung wird die Erinnerung an den Religionsstifter Mani und sein Schicksal lebendig gewesen sein, w\u00e4hrend er auf die \u201ewestlich gem\u00e4\u00dfigten\u201c Ketzer keinerlei Einfluss aus\u00fcbte. So wurde aus Schapur, dem k\u00f6niglichen Gegenspieler des historischen Mani bald der tyrannische K\u00f6nig, der sein Kind ans Kreuz nageln l\u00e4sst und aus dem Mann Mani wird die K\u00f6nigstochter, der ein Bart w\u00e4chst. So gewann man einen Mythos, der sich \u00f6ffentlich darstellen lie\u00df und wieder wurde eine alte Tradition bedient: denn in den Kirchen und an den Kirchen hatten auch die \u201eGnostiker\u201c der alten Zeit ihre Anwesenheitssignale hinterlassen. Was damals nun das \u201eAnch\u201c bedeutete, das bedeutete nun f\u00fcr diese Fraktion die Darstellung der \u201eK\u00fcmmernis\u201c meist an den Au\u00dfenw\u00e4nden der Gottesh\u00e4user. Eine K\u00fcmmernis befindet sich auch, allerdings stark verwittert und zudem verfremdet<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn3\">[3]<\/a>, \u00a0an der Katharinenkirche zu Oebisfelde in Mecklenburg und signalisiert damit, dass sich im vierzehnten oder f\u00fcnfzehnten Jahrhundert bogomilische Gruppen an diesem Ort aufgehalten haben, was nicht unbedingt mit \u201ekatharischen\u201c gleich zu setzen ist. Diese lassen sich sogar in Skandinavien und\u00a0 m\u00f6glicherweise auch in Chorin im n\u00f6rdlichen Brandenburg und mitten unter den Zisterziensern mit Hilfe des Anch nachweisen, die Verbreitung nach Norden hin ist also nicht ungew\u00f6hnlich und dass wo die einen sind<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn4\">[4]<\/a>, die andern nicht weit sein werden, ist ohne weiteres eing\u00e4ngig, denn nach der Katastrophe war man nicht gerade friedlich aufeinander zu sprechen wie das Verh\u00e4ltnis der \u201eLombarden\u201c zu den fl\u00fcchtigen franz\u00f6sischen Katharern zeigt<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn5\">[5]<\/a>.<\/p>\n<p>Und so kam also Mani in den Norden Deutschlands. Ich denke, man braucht sich aufgrund dessen, was man an Hintergr\u00fcnden wissen kann, nicht mehr dar\u00fcber zu wundern. Nicht\u00a0 einmal die b\u00e4rtige Jungfrau ist \u00fcbrigens eine Erfindung der Bogomilen \u2013 der Typus greift zur\u00fcck auf eine damals im Schwange gehende andalusische Sage aus der Zeit der Reconquista und zwar handelt sie von einer maurischen K\u00f6nigstochter, die Christin wird. Auf ihre Bitte verunstaltet Gott sie entsprechend, was ihren Vater veranlasst, sie zu t\u00f6ten. In der Sage werden die Umst\u00e4nde ihres Todes dann allerdings zum Anlass daf\u00fcr, dass der Sultan selber Christ wird. Die Sage ist in verschiedenen Versionen \u00fcberliefert. Das M\u00e4dchen h\u00e4tten wir \u2013 was aber ist mit dem Mann, der das M\u00e4dchen oft \u2013 nicht immer \u2013 begleitet? Wo er dargestellt wird, ist es meist ein Musikant, der spielend zu F\u00fc\u00dfen der Gekreuzigten kniet \u2013 ein Hinweis auf die hohe Geltung, welche die Musik bei den Manich\u00e4ern besa\u00df, die sie als quasi g\u00f6ttliche Kunst verehrten und pflegten, sie als dem Wort \u00fcberlegen betrachteten? Was ist mit dem Tier, meist einem Hirschen, der sich ebenfalls auf manchen Darstellungen finden l\u00e4sst? Nun, gewiss ist es keine Anspielung auf den heiligen Hubertus&#8230; aber sehr wohl eine auf den bekannten Vegetarismus der Manich\u00e4er der ihnen entsprechend die Tiere zu Freunden macht und diese Tiere sind es, die um Mani trauern. Auf einer Darstellung ist sogar ein Hinweis auf die Auferstehung Manis gegeben, indem ein leeres Ostergrab zu F\u00fc\u00dfen der K\u00fcmmernis erscheint \u2013 auch Mani betrachtete man als Auferstandenen \u2013 hier sind die Parallelen zu Christus offensichtlich und sollten es auch sein, denn Mani erscheint in der Mythologie seiner \u00f6stlichen Anh\u00e4nger als der neue Christus. Dass bei den Bogomilen manich\u00e4isches Gedankengut sehr viel weiter verbreitet war als im Westen, ist an vielen Details festzumachen: sie betrieben Ackerbau, aber kaum Viehzucht, sie vermittelten zwischen Produzenten und Konsumenten als Gro\u00dfh\u00e4ndler, bet\u00e4tigten sich aber nicht als weltliche Lehrer oder \u00c4rzte wie ihre westlichen \u201eKollegen\u201c<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn6\">[6]<\/a>; sie verdammten die Ehe noch entschiedener als ihre westlichen Genossen, die eheliches Leben lediglich als Hindernis f\u00fcr die Mobilit\u00e4t der Bonshommes und als Ablenkung f\u00fcr die Frauen betrachteten, aber ansonsten nicht verdammten, w\u00e4hrend f\u00fcr Manich\u00e4er der Fortpflanzungsakt als solcher ein Werk der D\u00e4monen war. Diese Haltung resultiert aus einer zu Manis Zeit im Osten weit verbreiteten sp\u00e4tgnostischen Schule<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn7\">[7]<\/a>, die in der Tradition eines \u201eteuflischen\u201c Weltsch\u00f6pfers stand, der nur mit scharfer Askese \u00fcberwunden werden konnte. Im Westen war ein derartiger Weltpessimismus unbekannt, hier galt die Welt vielmehr als beachtenswertes Abbild, das nur keinen eigenen Wert darstellte, sondern seinen Wert von der geistigen Welt her erhielt und von dem man sich innerlich nicht abh\u00e4ngig machen sollte, auch wenn man in der Zeit des Menschenlebens auf sie angewiesen blieb.<\/p>\n<p>In den l\u00e4ndlichen Gebieten Mitteldeutschlands allerdings m\u00f6gen solch asketische Lehren auf fruchtbaren\u00a0 Boden gefallen sein, werteten sie doch die allgegenw\u00e4rtige D\u00fcrftigkeit zu einem Beweis \u201egottgewollten\u201c Lebens auf, indem sie die scheinbare F\u00fclle des Reichtums f\u00fcr einen Makel erkl\u00e4rten. Das wiederum hob das Selbstbewusstsein der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung bedeutend ohne dass es in die Sozialstrukturen h\u00e4tte eingreifen m\u00fcssen. Der Reiche war eben verworfen, sein Reichtum selbst zeugte von seiner Verworfenheit, ein weiteres Handeln war nicht erforderlich, da das Leben der Niedrigen und Armen den f\u00fcr die Erl\u00f6sung notwendigen Vorgaben bereits entsprach. So findet man erw\u00e4hnte K\u00fcmmernis<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn8\">[8]<\/a> auch nicht an der Kirche der reichen B\u00fcrger, sondern an der der \u00e4rmeren Stadtbev\u00f6lkerung. Aber dies war keineswegs die Regel, denn in Saalfeld ziert die K\u00fcmmernis die Stadtkirche St. Johannis und was ist mit dem Mainzer Dom, das war doch beileibe keine Armenkirche? Aber in Saalfeld gab es keine andere M\u00f6glichkeit, und der Mainzer Dom\u00a0 garantierte \u00fcberregionale Beachtung. Leider sind die Nachrichten \u00fcber Bildnisse der \u201eK\u00fcmmernis\u201c in Deutschland und Europa \u00e4u\u00dferst selten, ich selbst gelangte nur durch Zufall an die Darstellungen in Saalfeld es existiert kein Hinweis auf dieselbe<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn9\">[9]<\/a>, au\u00dfer im Sagenrepertoire von Bechstein, der die Heilige K\u00fcmmernis allerdings in einer Saalfelder Br\u00fcckenkapelle verortet haben will wo sie sich niemals befunden hat.<\/p>\n<p>Also: am Ende des Mittelalters war die geistige Lage keineswegs so einheitlich christlich, wie es manche Kirchenhistoriker gern gehabt h\u00e4tten. Es gab vielmehr \u00fcberall in St\u00e4dten und D\u00f6rfern, Heterodoxie in allen nur m\u00f6glichen Schattierungen \u2013 das sp\u00e4te Mittelalter ist die hohe Zeit der Mystik und diese hat bekanntlich den Kampf mit bestehenden Dogmen schon in der Tasche, sie ist ja auch nur entstanden, weil die Dogmen einem lebendigen Glauben nicht gen\u00fcgten. Sie entstand, weil der Glaube am Glauben selbst keinen Halt finden konnte und daher das religi\u00f6se Erlebnis suchte\u00a0 &#8211; und auch fand. In dieser reichlich undurchsichtigen geistigen Landschaft haben unter anderem auch sowohl die\u00a0 sp\u00e4tgnostischen Manich\u00e4er als auch die sich direkt auf die Lehre Jesu beziehenden echten Gnostiker ihre jeweilige Arbeit fortgesetzt und ihre Gegenwart wird beurkundet durch jeweils genau fassbare Darstellungen, entweder der Kreuzigung Manis oder des Anch respektive des einen Fisches. F\u00fcr das orthodoxe Kirchenvolk wurden Mythen und M\u00e4rchen erfunden, die es den H\u00e4retikern erlaubten, ihre Malzeichen zumindest an der Au\u00dfenseite der Kirchen anzubringen, wenn nicht gar in deren Innerem. Dabei ging das Verwirrspiel so weit, dass zuletzt die \u201eheilige K\u00fcmmernis\u201c sogar einen Platz im r\u00f6mischen Martyrologium und damit auf den Alt\u00e4ren fand. Man stelle sich das vor: das Bild eines gekreuzigten Mani, vor dem ein christlicher Priester die Messe liest. Nun, inzwischen hat man diesen Irrtum wohl eingesehen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass man der Sache auch auf den Grund gekommen w\u00e4re \u2013 und im Bereich der Volksreligion mag die \u201eHeilige Hilfe\u201c immer noch eine gewisse Bedeutung haben. Immerhin wurden zwar die Alt\u00e4re abgeschafft, aber die Bildnisse der \u201eHeiligen K\u00fcmmernis\u201c wurden sonst nirgendwo auch nur \u00fcbermalt.<\/p>\n<p>Und so kam Mani nicht nur nach Oebisfelde\u00a0 &#8211; Weferlingen, sondern er kam nach Bayern, nach Th\u00fcringen und an viele andere Orte, auch im Norden Italiens existieren eine Reihe solcher Bilder. Kunstst\u00fcck, wenn man bedenkt, dass dort der Anteil der bogomilischen H\u00e4resie wahrscheinlich am st\u00e4rksten<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn10\">[10]<\/a> war. Dass solche Bildnisse auch in Spanien existiert haben, davon gibt die Sage von der um ihres Glaubens willen gemarterten K\u00f6nigstochter Zeugnis<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn11\">[11]<\/a>. In S\u00fcdfrankreich allerdings ist das Sujet unbekannt. Dort dominieren vielmehr Hinweise auf die \u201eruach\u201c den \u2013 weiblich gedachten \u2013 Geist, in dem einige den Geist Gottes sehen wollten, indes ist damit sehr viel mehr gemeint, n\u00e4mlich die initiale Energie schlechthin. Damit dominierte hier eine \u00e4ltere Tradition der Gnosis, die vom Manich\u00e4ismus unber\u00fchrt geblieben war und sich unmittelbar auf die erste und zweite Generation der Sch\u00fcler Jesu zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn12\">[12]<\/a>. Dieser Umstand belegt nun wiederum die Vermutung, dass es sich bei den im zw\u00f6lften Jahrhundert aufflammenden Streitigkeiten zwischen r\u00f6mischer Kirche und \u201eKatharern\u201c um eine Folge der bogomilischen Infiltration<a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftn13\">[13]<\/a> gehandelt hat, die um diese Zeit ihren H\u00f6hepunkt erreichte. Indem unter diesen Vorzeichen die manich\u00e4isch gepr\u00e4gte letzte Epoche des franz\u00f6sischen Katharertums in der Katastrophe endete, verbreiteten sich seine Reste \u00fcber ganz Mitteleuropa und dokumentierten mit ihrer Verbreitung, dass der Manich\u00e4ismus in S\u00fcdfrankreich angekommen und damit auch gleich zum Totengr\u00e4ber der katharischen Bewegung geworden war, wie zuvor bereits in Byzanz geschehen, von wo sie ihrer Aggressivit\u00e4t wegen vertrieben worden waren.<\/p>\n<p>Inwieweit der Manich\u00e4ismus in Mitteleuropa dann den Charakter einer eigenst\u00e4ndigen Religion annahm, muss ungekl\u00e4rt bleiben \u2013 wahrscheinlich gelangte er niemals \u00fcber eine bescheidene Rolle als \u201eReligion der Armen\u201c hinaus und war entsprechend wenig literarisiert \u2013 ganz im Gegensatz zum originalen Manich\u00e4ismus, f\u00fcr den die Literarisierung genuiner Bestandteil gewesen war und der auf einen reichen Schatz an B\u00fcchern zur\u00fcckgreifen konnte. Hier reichte es allenfalls noch f\u00fcr einige \u201eDevotionalien\u201c mit Signalcharakter, die man an Kirchenw\u00e4nden unterbringen konnte, sowie f\u00fcr die \u201eHeiligsprechung\u201c des bed\u00fcrfnislosen Lebens, das die Armen ohnehin zu f\u00fchren gezwungen waren, das aber nun nichts Bedr\u00fcckendes mehr, sondern im Gegenteil, ein Heilsversprechen f\u00fcr sie beinhaltete. Ein Moment dessen mag auch die Hochachtung des Leidens gewesen sein, das als Ausweis daf\u00fcr galt, dass ein Mensch die Welt der D\u00e4monen verlassen wollte und zur Strafe von ihnen attackiert wurde. F\u00fcr einen solchen Heilsweg waren dann vor allem die Armen pr\u00e4destiniert und da sie stets die Mehrheit stellten, war der Einfluss, den die neumanich\u00e4ischen Kreise auf sie hatten, sicher nicht klein, allerdings \u2013 dieser Einfluss erzeugte keine revolution\u00e4ren Stimmungen, denn ein Interesse, das dr\u00fcckende Los der Bauern, Tagel\u00f6hner und unz\u00fcnftigen B\u00fcrger zu bessern gab es von Seiten des Manich\u00e4ismus ja nicht. Damit ist aber auch die Option, dass h\u00e4retische Kreise an den zunehmenden Bauernunruhen beteiligt gewesen w\u00e4ren, zumindest f\u00fcr die manich\u00e4isch beeinflussten unter ihnen abzulehnen. Aber eines bleibt: das sp\u00e4te Mittelalter, die Zeit von der zweiten H\u00e4lfte des dreizehnten bis zum Ende des f\u00fcnfzehnten Jahrhunderts ist eine Zeit, in der Orthodoxie und Heterodoxie sich zuweilen Schulter an Schulter um die Gl\u00e4ubigen bem\u00fchten und die Heterodoxie sich kaum irgendwo ernsthaftem Widerstand gegen\u00fcber sah. Die Zeit der w\u00fcsten Verfolgungen war vor\u00fcber \u2013 im sp\u00e4ten Mittelalter wurden Hexen verfolgt, aber keine Ketzerprediger. Denn es gab so viele und verschiedene, dass niemand ihrer mehr Herr werden konnte. So wird man durch die Finger gesehen und die krausen Heiligenlegenden \u00a0gro\u00dfm\u00fctig best\u00e4tigt haben, zumal die Neumanich\u00e4er nirgendwo mehr unangenehm auffielen \u2013 auch dies im Gegensatz zu ihrer einstmaligen bogomilischen Pr\u00e4gung, aber die hatte sich wohl im Lauf der Jahrhunderte endg\u00fcltig abgeschliffen. Mit der Katastrophe der heterodoxen Str\u00f6mungen in Reformation und Gegenreformation verschwanden die Bekenner der Untergrundreligion und wurden Teil der reformierten respektive volkskatholischen Gemeinden. Am Ende des sechzehnten Jahrhunderts, vielleicht sogar fr\u00fcher, verstand niemand mehr den wahren Sinn der Bilder \u00a0und so ist es geblieben, so kann man es noch heutigentags auch in renommierten Nachschlagewerken lesen. Man verzeihe der Unwissenheit der Autoren \u2013 denn man muss schon zweitausend Jahre Kirchengeschichte in Frage stellen k\u00f6nnen, um der Sache auf den Grund zu kommen und wenigstens eine Ahnung von dem zu \u00a0bekommen, wie die hohe Zeit der Christlichkeit in Wahrheit beschaffen war \u2013 alles wird man wohl nie mehr erfahren.<\/p>\n<p>Berlin im November 2012<\/p>\n<p>Juliane Bobrowski (alle Rechte beim Autor)<\/p>\n<div><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref1\">[1]<\/a> \u201eLuziferer\u201c allerdings hat es nie gegeben, die hat Konrad von Marburg erfunden&#8230;<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref2\">[2]<\/a> man duldete sie zwar zun\u00e4chst, n\u00f6tigte sie aber bald, weiter zu ziehen; eine Bleibe fanden sie dann im S\u00fcden B\u00f6hmens wo sie sich allm\u00e4hlich zu \u201eHussiten\u201c mauserten. Als solche greifen sie dann wiederum in die Geschichte des Mittelalters ein.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref3\">[3]<\/a> Man muss schon sehr genau hinsehen um zu bemerken, dass der angebliche Jesus bekleidet ist&#8230;. die Figuren, die den Gekreuzigten umstehen, k\u00f6nnten ebenso gut auch in jede orthodoxe Darstellung passen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref4\">[4]<\/a> allerdings k\u00f6nnte es sich in Chorin auch um Sinnbilder der Dreieinigkeit handeln, wie sie im Zisterzienserkloster von Altenberg im Rheinland den Chor beherrschen&#8230;. gemeint ist hier das dreifache Blatt auf nacktem Stiel.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref5\">[5]<\/a> man duldete sie in der Lombardei, wo die bogomilische Infiltration bereits \u00e4lteren Datums war,\u00a0 zwar erst, n\u00f6tigte sie aber bald, weiter zu ziehen. Sie fanden dann eine Bleibe im S\u00fcden B\u00f6hmens, wo sie sich zu Hussiten mauserten um als solche wiederum in die Geschichte des Mittelalters einzugreifen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref6\">[6]<\/a> Grund hierf\u00fcr kann sein, dass sie sich mit den \u201eDingen der Welt\u201c m\u00f6glichst wenig gemein machen wollten. F\u00fcr den Vertrieb \u201erite\u201c angebauter Ackerfrucht zu sorgen, mag ihnen aber als m\u00f6glich erschienen sein.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref7\">[7]<\/a> Man nennt diese mythenbildenden Traditionen auch \u201egesunkene Gnosis\u201c. Teile dieser sp\u00e4ten Mythologie waren sowohl manich\u00e4ische als auch bogomilische Lehre. Im Westen hat diese Lehre indessen nie Boden gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref8\">[8]<\/a> die sich in diesem speziellen Fall sehr bewusst als Kreuzigungsbild gibt, nur w\u00e4re zu bedenken, was ein solches an der Turmwand einer Kirche zu suchen h\u00e4tte.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref9\">[9]<\/a> Hier nicht zu verwechseln mit dem ber\u00fchmten Heringsm\u00e4nnchen, das im \u00dcbrigen ein weiterer Zeuge f\u00fcr eine urjesuanische H\u00e4resie ist \u2013 der eine Fisch ist wo immer er auftaucht, als Anspielung auf die Aussage des Thomasevangeliums zu verstehen. Hier haben also beide Fraktionen der ehemaligen Katharer ihre Marken hinterlassen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref10\">[10]<\/a> nachdem er im byzantinischen Machtbereich nahezu ausgerottet worden war. Allerdings bestanden in Kleinasien R\u00fcckzugsgebiete der Bogomilen fort, die sich im \u00dcbrigen ebenfalls, wie die Hussiten, mit der Zeit militarisierten.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref11\">[11]<\/a> Der Zusammenhang mit dem Islam ist wohl nur eine zeitbedingte Kost\u00fcmierung eines viel \u00e4lteren Stoffes. Dass es im r\u00f6mischen Spanien Manich\u00e4er gab, ist nachgewiesen und unbestritten. Wie viele davon allerdings die Westgotenzeit \u00fcberlebten, ist nicht bekannt. Erinnert sei in diesem Zusammenhang aber an das Grab des Priscillian, das sich in der Kathedrale von Santiago de Compostela befindet. Er war einer der Protagonisten des \u2013 westlichen \u2013 Manich\u00e4ismus.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref12\">[12]<\/a> Die Idee der Trinit\u00e4t ist der Lehre Jesu von Anbeginn an eigent\u00fcmlich, allerdings war sie als Trias analog zu anderen antiken Vorstellungen gedacht.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"\/Meine\/In%20Arbeit%20befindlich\/Die%20Heilige%20%20K%C3%BCmmernis%20oder.docx#_ftnref13\">[13]<\/a> Vordem hatten sich Kirche und Katharer zwar permanent in Diskussion miteinander befunden, aber dieselbe hat niemals auch nur ann\u00e4hernd den aggressiven Charakter angenommen, den sie im zw\u00f6lften Jahrhundert bekommt und der die Kirche zum gewaltsamen Eingreifen mehr n\u00f6tigt als verlockt. Im gleichen Ma\u00dfe wie die Gewalt dominierte, h\u00f6rte nat\u00fcrlich die Diskussion auf, ein Umstand, der besonders Domenico Guzman Unbehagen bereitete, denn vordem als man noch aufeinander h\u00f6rte, hatte man sich doch immer irgendwie einigen k\u00f6nnen \u2013 und nun nicht mehr? Nun \u2013 auch der Heilige Dominikus wusste nichts von den inzwischen stattgehabten Ver\u00e4nderungen im katharischen Profil.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 0;float:none;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=321\" send=\"false\" layout=\"like\" width=\"450\" show_faces=\"true\" font=\"arial\" action=\"\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Ein r\u00e4tselhaftes Bild. 1 Die Ketzer nach den Ketzern. 1 Wie Mani nach Oebisfelde kam.. 2 &nbsp; &nbsp; Ein r\u00e4tselhaftes Bild An nicht wenigen Kirchen quer durch den europ\u00e4ischen Kontinent, darunter an so ber\u00fchmten wie dem Dom von Mainz,\u00a0 ist, entweder als Relief oder auch als Wandmalerei folgendes Sujet zu betrachten: ein Mensch mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[76,77],"class_list":["post-321","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","tag-allgemeines","tag-gnosis"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/321"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=321"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/321\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":510,"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/321\/revisions\/510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}