{"id":304,"date":"2012-09-06T07:59:51","date_gmt":"2012-09-06T06:59:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erkenntnis.org\/blog\/?p=304"},"modified":"2014-09-27T21:08:53","modified_gmt":"2014-09-27T20:08:53","slug":"esclarmonde-oder-wie-man-eine-frau-ausgrabt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=304","title":{"rendered":"Esclarmonde oder: wie man eine Frau ausgr\u00e4bt"},"content":{"rendered":"\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions BEGIN -->\n<div class=\"fb-like\" data-href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=304\" data-layout=\"standard\" data-action=\"like\" data-show-faces=\"false\" data-size=\"small\" data-width=\"450\" data-share=\"\" ><\/div>\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions END -->\n<div>\n<p>Inhalt<\/p>\n<\/div>\n<p>Die eine Nacht 1<\/p>\n<p>Fanjeaux. 2<\/p>\n<p>Geht zu Eurem Spinnrocken&#8230; 5<\/p>\n<p>Der zerbrochene Krug. 6<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<h1>Die eine Nacht<\/h1>\n<\/div>\n<p>Eigentlich starb sie ja nur vor Langerweile, die Hohe Frau von Foix, auf ihrer Burg in Dun Ari\u00e9ge im Einzugsbereich der proven\u00e7alischen Pyren\u00e4en. Seit ihr Ehemann Jourdain gestorben war, war nichts mehr los hier oben, keine Turniere, keine S\u00e4ngerwettstreite, keine ausgedehnten Feste, selten mal dass sich ein Reisender in dieses abgelegene Tal verirrte. Die Kinder waren aus dem Haus, die Verwandten weit verstreut verheiratet,, kurzum es fehlte auch das Kinderlachen und von den wenigen Gespr\u00e4chen mit durchziehenden Bonshommes konnte man nicht leben. In der Tat, Esclarmonde langweilte sich halb zu Tode und f\u00fchlte sich mit ihren neunundvierzig Jahren doch noch nicht alt. Die B\u00fccher waren l\u00e4ngst mehrfach durchgelesen, jedes Band bestickt und jedes W\u00e4schest\u00fcck geflickt, aber es gab\u00a0 niemanden mehr, der ein neues Hemd brauchte oder ein neues Wams oder gar einen neuen Mantel und wann brauchte sie schon ein neues Kleid, wenn die Gelegenheit fehlte, die alten aufzutragen. Auch der Webstuhl hatte also Pause, denn Bettw\u00e4sche und Tischt\u00fccher gab es reichlich in ihren Truhen, die Fenster waren durch Wollvorh\u00e4nge gut vor der Winterk\u00e4lte gesch\u00fctzt und auf dem Boden lagen dicke Matten aus Ried, die nicht nur jeden Schritt d\u00e4mpften, sondern die Kemenate auch einigerma\u00dfen fu\u00dfwarm hielten. Da Esclarmonde es nicht anders kannte, f\u00fchlte sie sich wohl und manchmal machte sie Musik, einfach so, sie spielte was ihr gerade einfiel.<\/p>\n<p>Materiell hatte sie sich nicht zu beklagen, Jourdain hatte ihr, zu ihrem Erbteil als Gr\u00e4fin von Foix, auch noch ein stattliches Witwengut hinterlassen, wozu er nicht verpflichtet gewesen war, er hatte es aus Liebe und Achtung getan. Mehrere D\u00f6rfer rundum leisteten ihre \u00dcbersch\u00fcsse an ihren Witwensitz und von denen ging nur ein Bruchteil nach Carcassonne, wo die Trencavel sa\u00dfen, ihre Verwandten m\u00fctterlicherseits, und das Languedoc so gut es ging regierten. Sie regierten strenggenommen nur auf dem Lande, die St\u00e4dte, reich und sch\u00f6n, verwalteten sich selber. Der liebe Bruder lie\u00df auch nichts von sich h\u00f6ren, der trieb sich lieber am Hof der Trencavel und \u00fcberall da herum, wo die Becher fr\u00f6hlicher klangen als hier bei der Schwester. Sie a\u00df gut, sie trank gut, sie kleidete sich gut und sie schlief gut und das sollte nun das ganze Leben gewesen sein? Wozu, fragte sie sich, hatten ihre Eltern ihr den Namen Esclarmonde, Licht der Welt, gegeben, wenn dieses Licht hier tr\u00fcbe vor sich hin blakte?<\/p>\n<p>So also oder so ungef\u00e4hr mag es in Esclarmonde ausgesehen haben, als sie um das Jahr 1200 auf ihrer Burg alleine wirtschaftete. Aber sie war eine Foix und eine halbe Trencavel und die Haltung der Hocharistokratin lag ihr im Blut und noch etwas Anderes lag dort: die Foix sowohl wie auch die Trencavel waren Credentes, assoziierte Mitglieder der katharischen Kirche, zwar ohne Rechte, aber durch einen Vertrag an dieselbe gebunden, der ihnen auf dem Sterbebett das consolamentum versprach und damit das ewige Leben. Wenn es zum Sterben ging, w\u00fcrden sich zwei Bonshommes aufmachen und, einer als Zeuge am Fu\u00df des Bettes, einer als Vollziehender, den Stab mit dem eingerollten Evangelium des J\u00fcngers, den Jesus liebte auf die Schulter legen und war sie nicht mehr in der Lage zu sprechen, w\u00fcrde der Zeuge f\u00fcr sie das feierliche Versprechen abgeben, das sie f\u00fcr immer an die katharische Gemeinschaft band. Bis dahin bestand ihre Pflicht in nichts anderem als durchreisende Bonshommes mit Nachtlager und Essen und wenn n\u00f6tig mit Kleidung zu versorgen und ihre geistlichen Dienste in Anspruch zu nehmen, also sich segnen zu lassen, eine Brotbrechung zu veranstalten und wenn n\u00f6tig sich\u00a0 geistlichen Rat zu holen. Ansonsten hielt sie es, wie es sich schicken wollte und f\u00fcr ihre christlichen Bediensteten hielt sie auch einen Kaplan und eine Kapelle, hielt sie auch an, den Pflichten ihrer Religion zu entsprechen. Selbstverst\u00e4ndlich auch war ihre Ehe durch einen katholischen Priester eingesegnet worden und waren ihre Kinder getauft, das verlangten die Regeln der Gesellschaft, die eben trotz allem keine katharische war. Die Bonshommes hinderten niemanden daran, zur Kirche zu gehen, denn es war eines ihrer Hauptprinzipien, dass sie niemandem Ansto\u00df geben und niemanden gef\u00e4hrden wollten. Sie selbst aber, sie taten es nicht. Konsequent und aufrecht in Leben und Tod, in Wohlergehen und in Schmerzen standen sie zu ihrem Versprechen, das ihnen mehr galt, als manchem Christen ein Eid aufs Sakrament. Diesen Menschen zu gleichen mag Esclarmonde damals vorgekommen sein als verlangte es sie, zu Gott dem Allm\u00e4chtigen zu werden \u2013 aber diese Haltung sollte sich schon vier Jahre sp\u00e4ter sehr ver\u00e4ndert haben, denn:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<h1>Fanjeaux<\/h1>\n<\/div>\n<p>Er hatte sie nicht gesucht, die Burg lag nur an seinem Weg und so wollte er die Nacht dort verbringen, falls man ihn denn aufnahm und siehe da, man lie\u00df ihn ein und da der Schlossherrn gemeldet worden war, wer da um Herberge ersuchte, kam sie selbst, den ber\u00fchmten Gast zu begr\u00fc\u00dfen; Guilhabert de Castres war auch unter den Bonshommes eine Ausnahmeerscheinung. Eine Nacht sprachen sie zu dritt \u2013 auch Castres wurde von einem Bruder begleitet\u00a0 &#8211; miteinander, dann, am n\u00e4chsten Morgen, gab Esclarmonde die Burg in die H\u00e4nde ihres Verwalters \u2013 aber nur auf Zeit, sch\u00e4rfte sie ihm ein \u2013 und zog mit Guilhabert. In einem kleinen Konvent von Katharerinnen, in Fanjeaux, fand sie Aufnahme und konnte sich auf das Leben einer Bonsfemme vorbereiten, einer \u201eGuten Frau\u201c, wie nicht nur die B\u00e4uerinnen, sondern auch die geweihten Katharerinnen hie\u00dfen. Ab jetzt trug sie das lange, dunkle, weichfallende Kleid und den dunklen Schleier, schlief auf Stroh und auf einfachen Leint\u00fcchern in einer knapp, aber ausreichend m\u00f6blierten Zelle. Nur den G\u00fcrtel mit den Knoten, den trug sie noch nicht, der w\u00fcrde ihr erst \u00fcberreicht werden, wenn sie das war, was sie werden sollte. Ihr Aufenthalt war freiwillig, sie konnte ihn jederzeit beenden und nach Dun zur\u00fcckkehren. Aber w\u00e4hrend sie in Dun einsam war, lebte sie hier inmitten vieler Frauen und M\u00e4dchen, die dasselbe wollten oder schon hatten, wie sie. Fanjeaux war keine strenge Klausur, die Frauen und M\u00e4dchen waren keine Nonnen, sie gingen in die Stadt zu ihren Schutzbefohlenen und die B\u00fcrger kamen zu ihnen ins Haus um durchreisende Br\u00fcder zu h\u00f6ren und mit ihnen das Brot zu brechen, aber auch um sich, waren sie krank, pflegen und helfen zu lassen oder um Lebensmittel zu bringen und Handwerksarbeiten zu verrichten \u2013 nicht alle und immer um Gotteslohn, denn die Frauen besa\u00dfen von seiten der Kirche etwas Geld zur freien Verwendung. Die katharische Gemeinschaft war nicht arm und seit der Krieg schwelte, spendeten viele reiche Credentes was sie konnten, denn sie w\u00fcnschten nicht, dass die Katharer unterl\u00e4gen, die ihnen stets gute Dienste geleistet hatten ohne viele Fragen zu stellen. Sie bildeten ihre Jugend aus, sie pflegten und heilten ihre Kranken, sie gaben aber auch politischen Rat und dank ihres Netzwerkes erwiesen sie sich sehr brauchbar als \u00dcberbringer von Informationen. Sie sahen die Zukunft und sie gingen auf dunklen Wegen in die Herzen der Menschen und lasen ihre geheimsten Gedanken und nichts gab es, das ihnen dabei widerstand. Man sagte, dass sie lange und viel beten w\u00fcrden \u2013 Esclarmonde wusste es bald besser: sie betteten den Leib zur Ruhe wie es irgend angehen wollte und lie\u00dfen ihren Geist frei schweifen, um mit reichen Gaben zu den Menschen zur\u00fcck zu kehren und sie vor denen auszubreiten, die Augen und Ohren daf\u00fcr hatten. Sie fand sich bald eingebunden in ein Netz das die Sinne unbarmherzig sch\u00e4rfte, die Aufmerksamkeit f\u00fcr alles und jedes erh\u00f6hte und keinen Platz f\u00fcr inneren M\u00fc\u00dfiggang lie\u00df, so duldsam es auch in Bezug auf \u00e4u\u00dfere Ruhe sein mochte. Sie fand in Fanjeaux eine gute Bibliothek, in der weniger Wert auf fromme Schriften gelegt wurde, daf\u00fcr sehr viel Wert auf B\u00fccher \u00fcber Heilkunde, Geschichte, fremde Kulturen und auch auf jene Reiseberichte, die Menschen schon vor langer Zeit abgefasst hatten und die st\u00e4ndig erg\u00e4nzt und auf dem neuesten Stand gehalten wurden und sie fand, sie musste gar nicht lange danach suchen, jenes \u00fcberaus heilige Buch, das au\u00dfer den Novizen und den Vollkommenen niemand schauen durfte: den Worten Jesu selbst, die jeder Konvent in\u00a0 mehreren Exemplaren besa\u00df, denn die M\u00e4nner nahmen sie auf ihren Reisen mit und die Frauen arbeiteten ihre eigenen Vortr\u00e4ge danach aus. Ein besonders prachtvolles Exemplar in ebenso prachtvoller H\u00fclle, diente als Instrument mit dem der vorsitzende Katharer und nach ihm alle anderen eine Frau oder einen Mann in die Gemeinschaft \u2013 und Vormundschaft \u2013 der Katharer aufnahmen. Wie bei der altr\u00f6mischen Adoptionszeremonie wurden M\u00e4nner an der Stirn, Frauen an der Schulter damit ber\u00fchrt und ab diesem Moment galten sie als S\u00f6hne respektive T\u00f6chter Jesu und damit Angeh\u00f6rige der katharischen Gemeinschaft, in der alle mit allen durch diese Adoption verwandt waren. Diese Prachtrolle wurde aufw\u00e4ndig \u00fcberall hin geschafft, wo die Aufnahme eines Novizen in die Gemeinschaft anstand. Es wurde behauptet, dass Miriam, die erste Lehrerin Galliens, es bei sich gehabt haben sollte \u2013 was nat\u00fcrlich eine fromme Legende war, denn als sie Gallien bereiste, gab es diese Sammlung noch gar nicht.<\/p>\n<p>Esclarmonde hielt sich aber nicht lange mit der \u00e4u\u00dferen Form auf, sondern st\u00fcrzte sich auf den Inhalt des Buches und ihr erster Eindruck war: wenn das hier wahr ist, wenn Jesus das gesagt hat, dann kann die christliche Kirche auch nicht mehr auf einen Atemzug \u00fcberleben. Dann ist alles, was sie glaubt, alles, was sie tut, verkehrt. Dergestalt vorbereitet nahm sie nun die wahre Geschichte des Christentums zur Kenntnis\u00a0 als eine Geschichte der Verdrehungen, Verleumdungen, Verheimlichungen und Verfolgungen \u2013 die um die Proven\u00e7e aber seltsamerweise immer einen Bogen gemacht hatten. Im Gegenteil, gerade um diese Zeit erwies die Proven\u00e7e sich als Zufluchtsort f\u00fcr anderweitig Verfolgte, nicht nur dass Juden hier unbehelligt und respektiert lebten, auch die Verbindungen zum muslimischen Spanien hin\u00fcber waren gut, so gespannt die Beziehungen zwischen der christlichen Kirche und dem Islam auch sein mochten. In den letzten Jahrzehnten aber waren immer mehr Fl\u00fcchtlinge aus dem Osten gekommen, die behaupteten, Gesinnungsgenossen zu sein. Aber sie gefielen Esclarmonde nicht und sie merkte, dass sie auch anderen nicht gefielen. Suew geb\u00e4rdeten sich provokant, lie\u00dfen sich auf Dispute mit Klerikern ein, statt f\u00fcr die Seelen zu sorgen, h\u00f6rten sich gern reden und liebten gro\u00dfe Versammlungen, schrieben dicke B\u00fccher zusammen und versuchten, die von Konvent zu Konvent etwas andere Gemeinschaft zu einer Kirche zu vereinheitlichen, legten Wert auf besondere \u00c4u\u00dferlichkeiten wie eine Art Ordenstracht, die bisher nur f\u00fcr die Frauen entwickelt worden war, ums sie vor Anz\u00fcglichkeiten zu bewahren, denn sie waren oft allein unterwegs. Die M\u00e4nner trugen, was eben zur Hand war und k\u00e4mmten sich wie sie konnten \u2013 die \u201eBulgaren\u201c aber trugen ihre legere Tracht auch au\u00dfer Haus und legten Wert auf lange Haare und B\u00e4rte, sowie auf eine stets tr\u00fcbsinnig zu Boden gesenkte Miene. \u201eEinen Bulgaren kann man riechen ehe man ihn sieht\u201c witzelten die Proven\u00e7alen und wollten damit sagen, dass diese es mit der K\u00f6rperhygiene nicht allzu genau nahmen.\u00a0\u00a0 Soweit\u00a0 so gut, aber die Sache hatte noch eine unangenehmere Seite: die Kleriker n\u00e4mlich machten sich nicht die M\u00fche, zwischen Proven\u00e7alen und Bulgaren zu unterscheiden, f\u00fcr sie waren sie allesamt \u201eAlbigenser\u201c und damit gef\u00e4hrliche Ketzer. Endlich, endlich hatten die Kleriker einen Vorwand gefunden, um mit ihnen abzurechnen, die ihnen so manche Seele f\u00fcr immer abspenstig gemacht hatten, ohne dass sie auch nur einen von ihnen zu packen bekamen, obgleich \u2013 sie kannten einander gut, ihre Priester disputierten hin und wieder ganz gerne mit den Bonshommes und betonten immer wieder, dass diese in der Bibel gelehrter w\u00e4ren als sie selber.<\/p>\n<p>St. Felix de Caraman, 1197, war ein Schock gewesen, dessen Nachbeben immer noch zu sp\u00fcren waren. Auf diesem Konzil war festgelegt worden, dass die Prinzpien Gut und B\u00f6se ewig unvers\u00f6hnlich nebeneinander stehen w\u00fcrden, w\u00e4hrend sie bisher davon ausgegangen waren, dass sich und das wussten sie wohl, Parallelen im Unendlichen schneiden w\u00fcrden und irgendwo ein Reich best\u00fcnde, in dem die Gegens\u00e4tze nicht mehr galten. Nat\u00fcrlich waren es die Bulgaren, die f\u00fcr die ewige Trennung votierten und sie setzten sich durch, auch wenn ihr Mehrheitsbeschluss lange nicht bedeutete, dass jeder das, was sie sagten, f\u00fcr bare M\u00fcnze nahm, denn ein Mehrheitsbeschluss, das wussten die Bulgaren wohl nicht, schloss die Anerkennung von Minderheitenvoten nicht aus, es herrschte Lehrfreiheit. Gef\u00e4hrlicher war ihre Attacke auf das Consolamentum, denn damit machten sie sich zum neuen Angelpunkt der ganzen Maschine&#8230; sie wussten aber anscheinend auch nicht, was die wirkliche Bedeutung dieses Aktes war und dass dabei geistig \u00fcberhaupt nichts mehr geschah \u2013 das Consolamentum war vielmehr ein rechtlicher Akt und nur ein rechtlicher. Nur weil das Leben der Gemeinschaft so arm an au\u00dfenwirksamen Riten war, hatte man es \u00fcberhaupt, unbekannt wann, der r\u00f6mischen Adelsadoption nachempfunden, wie sie zu Zeiten der Flavier abgelaufen war, nur dass man statt des Stabes des Adoptionsrichters das zu einem Stab gerollte Evangelium benutzte, in dem man Jesus selbst herbei zitierte \u2013 ob er wirklich dabei war, blieb uninteressant. Noch viele andere Dinge verschlimmbesserten sie, mit denen Esclarmonde erst nach und nach zusammen kam, aber sie wusste, dass die Katharer jetzt gezwungen waren, einen Krieg an zwei Fronten zu f\u00fchren: einer inneren, gegen die Bulgaren und einer \u00e4u\u00dferen wegen der Bulgaren, die ihre Provokationen auch im Westen nicht lassen\u00a0 konnten&#8230; und nat\u00fcrlich war das das gefundene Fressen f\u00fcr die hei\u00dfbl\u00fctigen Trencavel, die Foix, die Toulouse und die Perelha und, und auf der anderen Seite die Montfort und die Levy und wie sie alle noch hei\u00dfen mochten, hei\u00dfbl\u00fctige Kinder des Languedoc waren sie alle und der Frieden im Lande hing diesen Rittern, die vor allem tatendurstig waren, \u00a0schon l\u00e4ngst zum Halse heraus. Die Proven\u00e7alen hatten bisher durch ein Jahrtausend den m\u00f6glichen Konflikt zu vermeiden gewusst, bei dem sie nur verlieren konnten \u2013 die Bulgaren, kaum dass sie im Lande waren, suchten ihn geradezu. Man muss sich nicht wundern, wenn man durch tausend Jahre sehr wenig von den proven\u00e7alischen Katharern h\u00f6rte \u2013 sie legten es nicht darauf an. Und man muss sich ebenso wenig wundern, wenn man im zw\u00f6lften Jahrhundert auf einmal viel von Katharern in der Proven\u00e7e h\u00f6rt und zugleich zur Kenntnis nehmen muss, dass am Beginn des zw\u00f6lften Jahrhunderts gnostische H\u00e4retiker aus Byzanz ausgewiesen worden waren \u2013 hier tauchen sie wieder auf, aber die weitaus meisten sind wohl in der Lombardei h\u00e4ngen geblieben, wo sie das Profil der gnostischen Gemeinschaften radikal ver\u00e4nderten. Dennoch blieb St. Felix de Caraman ein Ungl\u00fcck und die proven\u00e7alischen Gnostiker sahen schweren Zeiten entgegen, in die auch Esclarmonde hinein gezogen werden sollte \u2013 auch wenn sie den Zusammenbruch der Philosophie nicht mehr erlebt hat. Der franz\u00f6sische K\u00f6nig, dem die proven\u00e7alischen Herren schon lange viel zu selbst\u00e4ndig agierten, sah seine Chance und schloss sich dem Bem\u00fchen des Papstes an, der r\u00f6mischen Kirche endlich auch hier die Oberhand zu geben und so trafen sich K\u00f6nig und Papst hier im besten Einvernehmen. Die ersten \u00dcbergriffe waren bereits erfolgt, aber noch stand es unentschieden, was vor allem an den Herren von Toulouse lag, die wiewohl im christlichen Heer, doch insgeheim Credentes waren und dasselbe sabotierten wo sie konnten. Es stand aber auch unentschieden, weil absolut noch nicht klar war, wohin sich der spanische K\u00f6nig endg\u00fcltig wenden w\u00fcrde, den Lehensverh\u00e4ltnisse an die F\u00fcrstent\u00fcmer in den n\u00f6rdlichen Pyren\u00e4en banden. Immer noch auch setzte eine starke Partei innerhalb der Kirche auf die intellektuelle Auseinandersetzung anstelle des bewaffneten Konflikts. Aber alle diese Konstellationen wurden gemach br\u00fcchig und waren oft von vornherein labil \u2013 und in dieser Zeit, da alles in Fluss geraten war und nichts wirklich hoffnungsvoll aussah, nahm Esclarmonde im Jahre 1204 ihr Consolament und wurde von ihrem Lehrer Guilhabert in der Gemeinschaft der Katharer willkommen gehei\u00dfen.<\/p>\n<div>\n<h1>Geht zu Eurem Spinnrocken&#8230;<\/h1>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gab, geraden weil die Zeiten so unsicher waren, f\u00fcr eine Esclarmonde viel zu tun. Von dem Witwengut, das sie der Gemeinschaft der Katharer zubrachte, lie\u00df sie zun\u00e4chst einmal Fanjeaux, das zu ihrem Besitz geh\u00f6rte, ausbauen und befestigen. Dann machte sie sich daran, das ebenfalls zur Grafschaft Foix geh\u00f6rige Monts\u00e9gur<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> zu renovieren und zu erweitern, eine entlegene Bergfestung und durch seine Lage auf schmalem. steilem Gipfel eines Pog, eines ringsum freistehenden Felsens, nahezu uneinnehmbar. Ein kleiner Frauenkonvent lebte bereits dort, sie sorgte daf\u00fcr, dass er Zuzug bekam und lie\u00df nach und nach Vorr\u00e4te dorthin schaffen, sodass es nicht nur den Frauen dort an nichts mangelte, sondern auch genug blieb, um eine gr\u00f6\u00dfere Schar von Zuflucht Suchenden zu versorgen und vor allem auf dem engen Terrain zu behausen, was viele Umbauten notwendig machte. Ihren ehemaligen Witwensitz Dun aber baute sie zu einer Bildungsanstalt f\u00fcr junge M\u00e4dchen aus und setzte ihre Schw\u00e4gerin Philippa de Montcada, ebenfalls eine Perfecta, als Rektorin ein. Daneben vernachl\u00e4ssigte sie aber auch die geistige Arbeit nicht und brachte es darin zu solcher Fertigkeit und Sicherheit, dass sie bald zur Vorsteherin gew\u00e4hlt wurde und als solche im gesch\u00fctzten Bereich des Konvents weithin ber\u00fchmte Vortr\u00e4ge hielt. Auch Guilhabert, ihr ehemaliger Lehrer, geh\u00f6rt nun zu ihren Studenten und er war es vor allem, der zwischen ihr und dem Leitungskreis der Katharer die Verbindung hielt. So kam es, dass er ihr eines Tages den Vorschlag unterbreitete, ob sie nicht in dem nach Pamiers einberufenen Gespr\u00e4ch zwischen Vertretern der Kirche und der Christen eine Rolle \u00fcbernehmen wollte. Esclarmonde war skeptisch, da ihr das Verh\u00e4ltnis der Christen zu Frauen bekannt war. Man wird nicht auf mich h\u00f6ren, wandte sie ein, aber Guilhabert \u00fcberzeugte sie, dass es weniger darauf ankomme, ob man auf sie h\u00f6ren werde, sondern darauf, dass sie f\u00fcr die Gef\u00e4hrten da sei, die eine feste Institution an ihrer Seite brauchen w\u00fcrden. Und die solle sie sein&#8230; doch, die w\u00e4re sie, denn ihre Sicherheit in der Lehre werde auch die andern sicherer machen. Na gut, aber sie werde sich zur\u00fcckhalten&#8230; was sie dann, wie wir erfahren, doch nicht tat. Denn allzu sehr kehrten die Vertreter ihre angeblich wei\u00dfen Westen hervor, allzu sehr bestanden sie darauf, dass ja nicht sie mit den Provokationen begonnen h\u00e4tten \u2013 was im Grunde ja auch wahr war, aber sollte man ihnen das Vergn\u00fcgen bereiten, den inneren Spalt aufzuzeigen, der zwischen den Proven\u00e7alen und den Bulgaren bestand? W\u00fcrden sie eine solche innere Spaltung nicht umgehend f\u00fcr\u00a0 ihre Zwecke ausnutzen?<\/p>\n<p>Esclarmonde wird mit sich gerungen haben, ehe sie sich offen in den Streit zwischen M\u00f6nchen und Bonshommes einmischte, der 1207 in Pamiers ausgetragen wurde \u2013 aber es war nicht ihre Schuld, dass er im Eklat endete, sondern es war die Schuld eines vorher und nachher bedeutungslosen M\u00f6nchs, der es nicht ertragen konnte, dass eine Frau ihm den Nachweis erbrachte, dass seine Kirche eben doch keine wei\u00dfe Weste habe und ihrerseits jeden Vorwand ausnutzte, weidlich Gewalt zu \u00fcben. Dieser M\u00f6nch glaubte, sie leichthin zur\u00fcckweisen zu d\u00fcrfen und so fielen die nachmals ber\u00fchmten Worte \u201eDame, geht zu Eurem Spinnrocken, es kommt Euch nicht zu, in der Gemeinschaft von M\u00e4nnern zu sprechen!\u201c Esclarmonde hatte Analyse betreiben wollen, der M\u00f6nch sah nur seinen Vorteil, dieses durch seine freche Zur\u00fcckweisung effizient zu verhindern. Esclarmondes Bestreben war, zu zeigen: wir sind beide keine L\u00e4mmer, ihr nicht und wir nicht und wir sollten den Unsinn beenden solange es noch Zeit ist und die Unruhestifter je nachdem zur Rechenschaft ziehen. Aber der Punkt war \u00fcberschritten, an dem das m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, die Atmosph\u00e4re in Pamiers war beiderseits geladen, die Rechnung bereits beiderseitig lang. Die Gem\u00e4\u00dfigten setzten sich mit ihrem Wunsch nach einer weiteren Diskussion nicht durch, die Bulgaren hingegen argumentierten mit der Ehre der Dame Esclarmonde, die man unm\u00f6glich so verletzt lassen konnte, auch wenn sie selber nicht w\u00fcnschte, dass man sie wieder herstellte und Esclarmonde w\u00fcnschte das wei\u00df Gott nicht, sie kannte doch das Schema, in dem katholische M\u00f6nche dachten. Aber sie, Guilhabert und Benoit de Termes, der das Gespr\u00e4ch zustande gebracht hatte und dem nichts an einem Scheitern lag, setzten sich gegen die Bulgaren und ihre Sympathisanten aus ritterlicher Hitzk\u00f6pfigkeit wieder einmal nicht durch und die katharische Delegation brach im Ganzen das Gespr\u00e4ch ab und verlie\u00df Burg und Stadt \u2013 der letzte Versuch, den weitausgreifenden kriegerischen Konflikt zu verhindern, war gescheitert.<\/p>\n<div>\n<h1>Der zerbrochene Krug<\/h1>\n<\/div>\n<p>Esclarmonde und Guilhabert zogen sich daraufhin in den Konvent respektive in das Haus zur\u00fcck, das der Bonshomme dort besa\u00df, ob beide Male dasselbe Haus gemeint ist, die Nachrichten sind zu ungenau. Im Jahre 1209 jedenfalls wurde der p\u00e4pstliche Legat Peire de Castelnau von wahrscheinlich bulgarisch gesinnten Credentes ermordet. Raimund von Toulouse endg\u00fcltig exkommuniziert und der gro\u00dfe Krieg brach aus, der bis 1229 w\u00e4hrte und nach \u00fcber tausend Jahren der Ruhe diesen letzten Ort, an dem die Lehre Jesu noch etwas galt, von der Erde tilgte. Nur Reste blieben \u00fcbrig, die sich soweit sie auf der Lehre von Niketas \u00a0fu\u00dften, \u00a0auf der Festung Monts\u00e9gur sammelten und dort von den Kreuzfahrern 1244 vernichtet wurden. Nur wenigen gelang die Flucht. \u00a0Aber in den vergangen Jahrzehnten hatte, gemessen an der doch relativ geringen Zahl der initiierten Katharer, \u00a0geradezu ein Massenansturm auf die Routen nach Norditalien und weiter nach den Osten eingesetzt \u2013 und so sind bei weitem nicht alle Katharer der Inquisition zum Opfer gefallen, weitaus mehr hatten sich durch das Veltlin und dann weiter bis nach B\u00f6hmen und Ungarn hin abgesetzt. Ob Esclarmonde mit diesen gezogen ist, oder ob sie inmitten der ersten Wirren im Haus in Fanjeaux eines nat\u00fcrlichen Todes starb, ist nicht gewiss, nur eines ist gewiss: eine M\u00e4rtyrerin des \u2013 bogomilischen \u2013 Katharismus eines Niketas ist sie nicht geworden, denn dar\u00fcber, dass ihnen Esclarmonde de Foix ins Netz gegangen, \u00a0h\u00e4tten die christlichen Quellen wohl kaum geschwiegen. Vielleicht bringen jene Akten Licht in die Angelegenheit, welche die katholische Kirche nach wie vor verborgen h\u00e4lt, vielleicht wurde auch unter den freigegebenen etwas bisher \u00fcbersehen, jedenfalls ist ihr Schicksal nach dem Eklat von Pamiers unbekannt.<\/p>\n<p>Die Annahme, dass sie um 1215 gestorben sein soll, ist jedenfalls pure Spekulation, die auf dem durchschnittlichen Lebensalter von Frauen der Zeit beruht. Was von ihr bleibt, ist der Mythos einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Frau, die in einem Lebensalter, in dem andere Frauen zu Greisinnen werden, ein zweites Leben begann. In diesem zweiten Leben hinterlie\u00df sie Spuren, die uns ahnen lassen, wie viel sie den Ihrigen wert gewesen sein mochte und wie sehr ihr Gegner sie gef\u00fcrchtet haben m\u00f6gen und sich ihrer zu entledigen suchten, indem sie danach strebten, sie mundtot zu machen, was ihnen dank der Hilfe der aggressiven Bulgaren denn auch gelang. Ob sie aber ganz und gar mundtot gemacht werden konnte, wissen wir nicht. Der Mythos sagt Nein, er erkennt ihr sogar eine \u00fcberh\u00f6hte Rolle zu, wenn er sie in der Sage vom Fall Monts\u00e9gurs geradezu verg\u00f6ttlicht. Dahinter steht die allen Katharern bekannte Aussage, dass Vertrauen in der Lage ist, Berge zu versetzen \u2013 also l\u00e4sst man Esclarmonde in Gestalt einer Taube den Pog de Monts\u00e9gur spalten und mit dem \u201eSchatz der Katharer\u201c, n\u00e4mlich den Verborgenen Worten entschwinden. Eine solche Einkehr in den Mythos ist sogar f\u00fcr eine katharische Frau au\u00dferordentlich, die es doch gew\u00f6hnt war, von ihresgleichen und den Credentes ernst genommen zu werden. Die Aussage ist: diese Frau hat aus den Tiefen der katharischen Lebenshaltung das Wichtigste genommen und gerettet, was diese hatte: die Lehre Jesu, wie sie wirklich war. Sicher \u2013 sie war zu diesem Zeitpunkt, 1244, \u00a0schon tot, aber was besagt das in der symbolischen Aussage, die hier \u00fcber sie gemacht wird? Ihre Lebenszeit ist das Eine \u2013 die Geschichte ihres Wirkens ist das Andere und hier kommt ihr, bei aller \u201eDiskretion\u201c der Papiere wohl eine \u00fcberragende Bedeutung zu. Es ist gut m\u00f6glich, dass der Einfluss, den sie auf die Gemeinschaft hatte, den Einfluss der Bulgaren zuletzt zur\u00fcckdr\u00e4ngte und dass die \u2013verb\u00fcrgte &#8211; \u00a0Massenflucht der Katharer auf ihre Anregung zur\u00fcckgeht, indem sie selbst davongingen, das Wichtigste zu retten, das da zu retten war: n\u00e4mlich das eigene Leben und damit die alte und zentrale Botschaft der Gnosis: wer sein Leben auf sich nimmt&#8230; wird werden wie ich.<\/p>\n<p>M\u00f6glich, dass sich auf der Burg ein Prachtexemplar der Lehre befand, das zur Erteilung des Consolamentum diente (400 Credentes empfingen es am Abend vor der Kapitulation der Festung) als Sakrament aus der Hand der \u201ebulgarischen\u201c Perfecti. Zweien von ihnen gelang \u00a0in derselbe Nacht die Flucht aus der Festung und sie nahmen es wohl mit sich, auf dass es nicht in unbefugte H\u00e4nde falle. Die zwei wurden kurze Zeit sp\u00e4ter ebenfalls gefasst, der \u201eSchatz der Katharer\u201c aber blieb verschwunden. Dieser\u00a0 Vorfall mag der wahre Kern der Sage sein, in der Esclarmonde zum guten Schluss im Zeichen der Taube, also des \u201eGeistes\u201c erscheint, den man bei Strafe ewiger Verdammnis nicht l\u00e4stern darf. Mit diesem also wurde sie bei denen, die sich ihrer erinnerten, auf das engste zusammen gebracht. Welche h\u00f6here Ehre konnte ihrem Andenken zuteilwerden \u2013 eigentlich keine. Indem der Krug des s\u00fcdfranz\u00f6sischen Katharismus zerbrach, verstr\u00f6mte er seinen Inhalt, die Gnosis, \u00fcber ganz Europa und noch Jahrhunderte sp\u00e4ter kann ein Mann in irgendeinem mitteldeutschen Nonnenkloster ein Buch finden, das sein Leben ver\u00e4ndert..der Mann kommt gerade aus B\u00f6hmen, das im Rufe steht, die Heimat der Ketzerei zu sein und hei\u00dft Thomas M\u00fcntzer..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Perelha, zu dessen Bereich der Monts\u00e9gur unmittelbar geh\u00f6rte, war ein Lehensmann der Foix.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 0;float:none;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=304\" send=\"false\" layout=\"like\" width=\"450\" show_faces=\"true\" font=\"arial\" action=\"\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Die eine Nacht 1 Fanjeaux. 2 Geht zu Eurem Spinnrocken&#8230; 5 Der zerbrochene Krug. 6 &nbsp; &nbsp; Die eine Nacht Eigentlich starb sie ja nur vor Langerweile, die Hohe Frau von Foix, auf ihrer Burg in Dun Ari\u00e9ge im Einzugsbereich der proven\u00e7alischen Pyren\u00e4en. 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