{"id":275,"date":"2012-07-10T10:04:17","date_gmt":"2012-07-10T09:04:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erkenntnis.org\/blog\/?p=275"},"modified":"2014-09-27T21:09:28","modified_gmt":"2014-09-27T20:09:28","slug":"weltflucht-und-weltsucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=275","title":{"rendered":"Weltflucht und Weltsucht"},"content":{"rendered":"\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions BEGIN -->\n<div class=\"fb-like\" data-href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=275\" data-layout=\"standard\" data-action=\"like\" data-show-faces=\"false\" data-size=\"small\" data-width=\"450\" data-share=\"\" ><\/div>\n<!-- FB Like Button Starbit IT Solutions END -->\n<p>Wenn der Mensch geboren wird, wird er in eine Gemeinschaft hinein geboren, die nichts von \u201eh\u00f6herer Bestimmung\u201c vermuten l\u00e4sst. Er wird aufgezogen zu einem Leben, in dem nichts, aber auch gar nichts wirklich und handgreiflich auf eine h\u00f6here Qualit\u00e4t des Lebens hinweist, als er sie innehat. Eher noch kann es geschehen, dass er sich sozial schlechter gestellt findet, als es die Haustiere der Gesellschaft sind, in die er hineingeboren wurde.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zum Erwachsenenleben erf\u00e4hrt der Mensch seinesgleichen als redlich, tiefgr\u00fcndig,\u00a0 gewissenhaft, achtsam und liebevoll ebenso wie als l\u00fcgnerisch, betr\u00fcgerisch, bis in die Grundfesten korrupt und im h\u00f6chsten Grade egoistisch und leichtfertig. In dieser Zeit schaut der Mensch sehr genau hin, welche Verhaltensweisen in seiner Umgebung die gr\u00f6\u00dfte Aussicht darauf haben, in ihr akzeptiert zu sein und diese Verhaltensweisen macht er sich dann gew\u00f6hnlich zu eigen. Wird er durch divergierende Verhaltenskodizes zur Entscheidung gezwungen, wird er jenen Eigenschaften den Vorzug geben, die ihm einen gr\u00f6\u00dferen Wirkungskreis innerhalb seines Umfeldes verhei\u00dfen. Das bedeutet: ein moralisch einwandfreies Umfeld, das er in seiner Familie und Verwandtschaft vielleicht erf\u00e4hrt, wird verlassen, wenn ein korruptes Umfeld im weiteren Kreis bessere Entfaltungsm\u00f6glichkeiten verspricht. Vollends katastrophal reagiert der Mensch in diesen Tagen, wenn er herausfindet, dass ein moralisch einwandfreies famili\u00e4res Umfeld in Wahrheit auf kollektiver Heuchelei beruht, oder wenn die vermittelten Inhalte seiner Erziehung sich auch im weiteren Feld zum Beispiel der schulischen Ausbildung als Fassade herausstellen. Angesichts solcher Erfahrungen wird der Mensch dann zum Protestler. Er wird es nicht, weil er den Wunsch h\u00e4tte, sich etwa selbst ethisch einwandfrei zu verhalten, er wird es allein aufgrund der Tatsache der Divergenz zwischen Wort und Tat. Aus diesem \u2013 weit mehr als pubert\u00e4ren \u2013 Protest k\u00f6nnen sich nun die verschiedensten Lebensplanungen ergeben. Das Spektrum reicht von offen\u00a0 (legal<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> oder illegal) kriminell bis zum totalen R\u00fcckzug aus der gesellschaftlichen Sph\u00e4re in ein mehr oder weniger illusion\u00e4res \u201eIdyll des Privatlebens\u201c. Dies tut er, wo immer es ihm zu tun m\u00f6glich ist, also auch unter wirtschaftlich dr\u00fcckenden Umst\u00e4nden. Dabei ist der R\u00fcckzug als der Weg des geringsten Widerstandes der meist beschrittene. Das Ideal einer Fassaden \u2013 Gesellschaft ist der Spie\u00dfer, dessen Denken und F\u00fchlen in Allgemeinpl\u00e4tzen und dessen Tun in Konsum aufgeht<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>. Nur sehr selten treffen wir in gesellschaftlichen Umfeldern auf Menschen, die bewusst und vor allem konstruktiv an der Verbesserung der Lebensumst\u00e4nde als solche arbeiten und arbeiten wollen. Sie stellen die bei weitem kleinste Gruppe und um ihre Effizienz ist es im Allgemeinen auch schlecht bestellt, da ihnen von allen Seiten entgegen gearbeitet wird. Denn der Mensch h\u00e4ngt vor allem an jenen Verhaltensmodellen, die ihm unmittelbaren Erfolg bescheren und er ist wenig geneigt, bei der Inanspruchnahme von Vorteilen Geduld walten zu lassen.<\/p>\n<p>Alles was ich im Folgenden sagen werde, ist nun vor diesem Hintergrund zu sehen und zu werten. Denn dieser gilt f\u00fcr alle und von allen sich derzeit auf diesem Planeten ereignenden Prozesse insofern sie den Menschen betreffen und er bezieht, indem er den Menschen betrifft, auch jede Menge anderer Prozesse mit ein, man denke an den Raubbau, den die Altkommerzialisten weiterhin bedenkenlos an den globalen Ressourcen betreiben und an die Unbedenklichkeit und Oberfl\u00e4chlichkeit von vorgeblich modernen, \u201e\u00f6kologischen\u201c Kommerzialisten mit denen sie\u00a0 diverse technische \u201eErrungenschaften\u201c realisieren<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> und dabei unter der Hand fr\u00f6hlich und mit ungebrochenem, frommem Optimismus (Gott wird\u2019s schon richten) \u00a0Flora und Fauna dieses Planeten vernichten. Witzig daran ist, dass die meisten dieser \u00f6kologischen Kommerzialisten zwar entweder Esoteriker oder Atheisten sind, aber hierin ein geradezu pietistisch anmutendes Gottvertrauen beweisen. Ihnen allen aber, Alten wie Neuen, geht es nicht um wirkliche gesellschaftliche und \u00f6konomische\u00a0 Alternativen und schon gar nicht um eine neue Ethik, sondern schlicht um die Frage, welche Art von Kommerz l\u00e4nger \u201edurchhalten\u201c kann. Eine M\u00f6glichkeit, was man jenseits der Grenzen des Kommerzes tun k\u00f6nnte, sehen beide nicht. Entsprechend sind sie beide und alles, was zwischen ihnen einmal hierin, einmal dorthin pendelt, welts\u00fcchtig.<\/p>\n<p>Die Gegenbewegung hierzu verdient eigentlich den Namen einer Bewegung nicht. Erstens deshalb nicht, weil sie, wo nicht durch die Umst\u00e4nde erzwungen, ein Ressort f\u00fcr Minderheiten ist, zweitens, weil sie nirgendwo ein Bed\u00fcrfnis zeigt, sich zu einer Bewegung zu vernetzen, sondern jeder und jede Gruppe f\u00fcr sich ihren mehr oder weniger praktikablen Idealen fr\u00f6nt. Sicher \u2013 es gibt \u00fcberall und in jedem gesellschaftlichen Segment Aussteiger, die sich bewusst vom kommerziellen Mainstream entfernt haben und ihr eigenes Schicksal teilweise mit beachtlichem Erfolg selbst in die H\u00e4nde nahmen, aber man hat noch von keiner Region auf Erden geh\u00f6rt, die sich auf diese Art und Weise als Nation etabliert h\u00e4tte. \u00dcber die Existenz von meist kleinen Siedlungen sind diese Konzeptionen bisher nicht hinaus gelangt und ihr entschiedener\u00a0 Individualismus hindert sie daran, jemals weitergehende Wirkungsbereiche zu erobern. Sie entschuldigen diesen Mangel oft damit, dass die Kommerzialisten aller Couleur sie behindern w\u00fcrden; das ist nur sehr bedingt wahr, denn wenn ihre Technologien und ihre Ethiken wirklich so fundamental w\u00e4ren wie sie zu sein behaupten, w\u00fcrde es keiner kommerziellen Struktur auf Erden jemals gelingen, sie auszuhebeln. Aber \u2013 sie sind nun einmal, wie ausgenommen sie sich selbst auch sehen, ebenfalls von der kommerzialistischen Gesamtstruktur der menschlichen Gemeinschaft abh\u00e4ngig. Ihre \u201eWeltflucht\u201c ist nur bedingt realisierbar. Sobald sie ihren unmittelbaren Lebensraum verlassen, sind sie auf die zweifelhaften Segnungen der kommerzialistischen Zivilisation angewiesen. Ihre Modelle, wie Tauschwirtschaften, Autarkie, Autonomie, eigene monet\u00e4re Modelle, funktionieren in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab einfach nicht mehr.<\/p>\n<p>Denn: bewusste Weltflucht kann per se in der Welt der Menschen nicht gro\u00dffl\u00e4chig funktionieren, sie kann immer nur f\u00fcr den Einzelnen relevant sein und bleiben, sie ist nun einmal nicht gesellschaftsf\u00e4hig und schon gar nicht gesellschaftsbildend. Auch die christlichen und die anderen Orden sind keine Gegenstrophe zu dieser Feststellung, denn sie k\u00f6nnen in vielen Einzelheiten nicht als weltfl\u00fcchtig bezeichnet werden und sei es nur deshalb, weil sie, wie einige hinduistische Orden, ihren Angeh\u00f6rigen den Gebrauch von Haschisch nicht nur gestatten, sondern sogar empfehlen: Haschisch aber ist als Bet\u00e4ubungsmittel wie auch nur als Pflanze, Teil der Welt sowohl in ihrer Ursache als auch in ihrer Wirkung, mit der sie sich auf den organischen Komplex Mensch bezieht. Weltflucht bedeutet die Zur\u00fccknahme der Evolution, was den Faktor Mensch betrifft und wie wir alle wissen, l\u00e4sst Evolution sich zwar unendlich modifizieren, aber zur\u00fccknehmen l\u00e4sst sie sich nicht. Die Organismen, welche nach dem Untergang der Saurier entstanden, waren nicht wiederum die Organismen des Pr\u00e4kambrium, sondern ganz andere, die zwar mit den Sauriern gleichzeitig entstanden waren, aber nun ihre gro\u00dfe Stunde erlebten und wenn der Mensch diese Welt verl\u00e4sst, werden auch die \u00fcbrigen S\u00e4ugetiere ihrem Schicksal entgegen eilen und was an ihre Stelle treten wird, kann niemand sagen. Unser wahrscheinlicher Nachfolger immerhin ist schon in Wartestellung: der Menschenaffe. Nachdem der Mensch es geschafft haben wird, sich wegen fortgesetzter Weltsucht selber auszurotten, nachdem er an einer \u00dcberdosis kommerzialisierter Zivilisation erstickt sein wird, wird der Schimpanse mit seinen Nebenlinien unsere Nachfolge antreten und man kann gespannt sein, ob er es zu besseren Ergebnissen bringen wird.<\/p>\n<p>Weltflucht ist gesamtgesellschaftlich nicht praktikabel und Weltsucht f\u00fchrt, wie jede Sucht, in den sozialen und k\u00f6rperlichen Untergang. Denn dies eine unterscheidet die Weltsucht vom distanzierten Gebrauch der G\u00fcter dieser Erde: dass sie keine alternative Welterfahrung hat, dass sie ganz und gar in dem gefangen ist, was diese Erde aus sich selber hervorzubringen imstande ist \u2013 oder eben nicht. Nun verlangt aber anscheinend Gnosis genau dies: Weltflucht. Da sie sich nicht an eine Gesellschaft wendet, sondern an Individuen, scheint dieses Anliegen berechtigt zu sein. Denn das Fernziel der Gnosis soll sein, so sagt man, das Ende dieser Welt herbei zu f\u00fchren und dies zu erreichen soll der Mensch sich immer mehr und gr\u00fcndlicher von ihr zur\u00fcckziehen bis in die totale Einsamkeit \u2013 so k\u00f6nnte man die Ideengeschichte der Gnosis jedenfalls lesen und so ist sie denn \u2013 auch von Menschen, die sich Gnostiker nannten \u2013 auch gelesen worden. So ist sie aber vor allem von Christen gelesen worden, in deren Denken der Weltuntergang als Schauplatz einer \u00fcberirdischen Gerechtigkeit eine \u00fcberragende Rolle spielt. Das Christentum will die Welt nicht erhalten, will sie nicht pflegen, sondern will sie benutzen und ausnutzen, solange sie besteht und, besteht sie nicht mehr oder ist in Gefahr, so bedeutet das dem Christen, dass der Letzte Tag, nach dem er sich sehnt, nahe herbeigekommen ist und er wird keine Anstalten machen, diesen Prozess etwa zu verlangsamen. In dieser Angelegenheit sind Juden und Christen und auch die Muslime sich einig&#8230;\u00a0 und so erkl\u00e4rt sich vielleicht die Unbek\u00fcmmertheit, mit der sie ihre Lebensgrundlage gegen die Wand fahren als ein Vollenden des Gotteswillens, hei\u00dft es doch: Gott braucht unsere H\u00e4nde \u2013 er braucht sie auch f\u00fcr den J\u00fcngsten Tag, denn er selbst hat, da nicht existent, nat\u00fcrlich keine.<\/p>\n<p>Das soll gnostisch sein? Nein, das ist Gnostizismus, liebe Leute, das ist jene unselige Verquickung religi\u00f6ser mit philosophischen Gedanken, mit deren Hilfe die fr\u00fche Christenheit versuchte, ihre Religion philosophisch \u201eaufzupeppen\u201c und f\u00fcr Gebildete interessant zu machen. Besonders im griechischen Sprachraum ist ihr das auch weithin gelungen, eine Menge gnostizistischer Literatur ist uns aus diesem Raum erhalten geblieben und wenn wir von dieser Menge hochrechnen, so muss die Welt der r\u00f6misch &#8211; hellenistischen Antike voll mit solchen literarischen Produkten gewesen sein, denn auf uns kam nur ein Bruchteil derselben. Gnosis indessen ist in dieser Beziehung sehr viel vorsichtiger, sie mahnt nicht, die Welt zu fliehen, sondern, was ein gro\u00dfer Unterschied ist, sich ihrer zu enthalten. Sie warnt vor dem, was ich Weltsucht genannt habe \u2013 sie warnt nicht vor der menschlichen Gesellschaft an und f\u00fcr sich. Im Gegenteil \u2013 sie rechnet geradezu mit ihr und ihren sozialen Strukturen, sie billigt ausdr\u00fccklich, dass der Erkennende sich in diesen bewegt und, was mehr ist, diese selbst bewegt. Weit davon entfernt, zur Revolution aufzurufen, was man ihr \u00fcbrigens unter anderem auch nachgesagt hat, zielt sie auf die Umw\u00e4lzung der existenziellen Parameter in jedem Einzelnen, was zwangsm\u00e4\u00dfig eine qualitative Ver\u00e4nderung der Gesellschaft<a title=\"\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> nach sich ziehen muss. Ein neuer Begriff von Menschheit zieht dann eine Neubewertung seines Umfelds nach sich, an die Stelle einer r\u00fccksichtslosen Ausbeutung nach der Anweisung: machet euch die Erde untertan tritt sodann das vern\u00fcnftige Wirtschaften Derer, denen Sorge f\u00fcr einen Lebensraum anvertraut ist, der nicht ihrer ist, den sie aber auch nicht gegen die Wand zu fahren haben, sondern sie m\u00fcssen ihn f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen sichern. Ein \u201eEndgericht\u201c kennt die Gnosis nicht und demzufolge auch keine Erl\u00f6sungslehre, denn wovon sollte der Mensch erl\u00f6st werden? Von sich selbst und seiner \u201eG\u00f6ttlichkeit\u201c? Sollte das Unverg\u00e4ngliche vom Unverg\u00e4nglichen erl\u00f6st werden? Sollte eine Erde, die sowieso der Verg\u00e4nglichkeit anheim gegeben ist, durch einen \u201eg\u00f6ttlichen\u201c Gewaltakt zerst\u00f6rt werden m\u00fcssen?<\/p>\n<p>Aber die Gnosis fordert doch die Einsamkeit eines jeden? Irrtum, sie fordert seine Verantwortlichkeit, er soll f\u00fcr sich stehen k\u00f6nnen, sich auf keine Instanz, sei sie h\u00f6her oder sonstwas, heraus reden m\u00fcssen. Er soll wissen, was und warum er es tut oder l\u00e4sst und er soll wissen, da ist niemand, der ihm Verantwortung abnehmen kann \u2013 kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun. Sie fordert seine geistige Unabh\u00e4ngigkeit als Grundlage seiner existenziellen Freiheit. Wenn wir uns die Menschheit heute betrachten, stellen wir hier ein entsetzliches Defizit fest; wir alle h\u00e4ngen mehr oder weniger bewusst an den Phantasien einer ihrer selbst v\u00f6llig unbewussten Hochfinanzclique, die vor Selbstbegl\u00fcckung die \u00fcbrige Menschheit v\u00f6llig vergessen hat \u2013 allenfalls ist sie ihr unbequem, wenn sie n\u00e4mlich genehme Regierungen pl\u00f6tzlich abw\u00e4hlt oder bequeme Diktaturen beseitigt. Diese Abh\u00e4ngigkeit k\u00f6nnen wir wenigstens was unsere \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde anbelangt nicht ohne weiteres abwerfen, aber wir k\u00f6nnen Distanz zu ihren Vorstellungen entwickeln und uns also aus der Weltsucht l\u00f6sen, wenn auch nicht aus der Welt. Das ging den Menschen jener Zeit, da Gnosis als Gnosis begann, \u00a0nicht anders, nur waren die Ma\u00dfst\u00e4be, in denen damals so gedacht wurde, ein wenig beschr\u00e4nkter. Aber auch sie lebten in Abh\u00e4ngigkeiten und was soll ich sagen, ein gewisses Ma\u00df an Abh\u00e4ngigkeit wird immer vorhanden sein, wo Menschen miteinander leben, denn niemand kann alles allein. Aber niemand, das ist die Kehrseite dessen, kann auch f\u00fcr alle handeln und denken. Demzufolge sind alle Weltbegl\u00fcckungskonzepte bereits im Moment ihres Entstehens Makulatur.<\/p>\n<p>Dennoch: der Gedanke: man m\u00fcsste haben&#8230; ist keine Makulatur, solange er im Konjunktiv verbleibt und nicht zum Imperativ wird. Zum Indikativ, also zum aktuellen Geschehen kann er hingegen jederzeit werden, ja, wird er werden, wenn der Gedanke mit dem korreliert, was ohnehin zu geschehen hat. Zu seiner Zeit wird dieses \u201eman m\u00fcsste&#8230;.\u201c dann Wirklichkeit werden, wie wir oft und oft selbst gesehen haben. Wir haben uns l\u00e4ngst an diese Kreativit\u00e4t gew\u00f6hnt, andern steht die Gew\u00f6hnung daran noch bevor, aber solange sie ihrem eigenen Geist misstrauen, solange wird auch keines von den guten Dingen, die da vielleicht schon gedacht unterwegs sind, sich erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Was sich im Moment erf\u00fcllt, sind eher Gedanken in der Richtung: wie komme ich aus der allgemeinen Korruption mit einigem Anstand hinaus. Daraus ergeben sich dann diverse Einzelaktionen, die alle f\u00fcr sich genommen, der Menschheit nichts bringen, weil sie nur auf einen einzigen Menschen zugeschnitten sind. Aber wer umfassender zu denken imstande ist und dann auch noch imstande ist, \u00fcber den Tellerrand der eigenen Kultur hinaus zu sehen, kann Wunderdinge erleben&#8230;. irgendwann.<\/p>\n<p>Halten wir fest: welts\u00fcchtig m\u00fcssen wir nicht mehr werden, wir sind es in gro\u00dfer Mehrheit von Geburt an. Weltfl\u00fcchtig aber sollen wir nicht werden, denn kein Mensch kann und wird von uns verlangen, dass wir unsere Bed\u00fcrfnisse aufgeben, solange sie nicht welts\u00fcchtig sind, sondern unserer notwendigen Lebensf\u00fchrung entsprechen und die kann durchaus auch ein Automobil oder ein Haus oder eine ausgefeilte Kommunikationsmaschinerie enthalten.\u00a0 Wir m\u00fcssen uns nicht auf trocken Brot und Wasser beschr\u00e4nken, nicht in Lumpen einhergehen und die K\u00f6rperhygiene, zu der auch der Sex geh\u00f6rt, vernachl\u00e4ssigen. Im Gegenteil, wir sollen akzeptieren, \u201ewas man uns vorsetzt\u201c und kein ritualistisches Theater darum machen, wenn es f\u00fcr unsere Lebensf\u00fchrung n\u00fctzlich ist. Sich selbst zu erkennen macht keine \u201eMucker\u201c und dem\u00fctige Lakaien und nicht das, was aus dieser Welt in uns hinein ger\u00e4t, besudelt uns, sondern das Falsche und Halbrichtige, das wir in diese Welt hinein geben, besudelt uns wie Erbrochenes, was es im \u00fcbertragenen Sinne ja auch ist. Die Weltsucht der Anderen ist nicht zu fliehen, sondern zu verlachen, zu verspotten, denn nicht Wut noch Zorn k\u00f6nnen dieser Hydra gef\u00e4hrlich werden, sondern allein die L\u00e4cherlichkeit, gegen die es keine Waffen gibt.<\/p>\n<p>Und da sind wir\u00a0 bei dem zweiten Vorwurf von Christen, der sich aus dem ersten ergibt: man hat uns vorgeworfen und wirft uns vor, dass wir die G\u00fcter dieser Welt mit einer Freiheit gebrauchen, die ihnen ihren ganzen Wert nimmt. Was sind da nicht f\u00fcr w\u00fcste Behauptungen unterwegs und, schlimmer noch, es gibt Vereinigungen, die sich mit dem Etikett der Gnosis schm\u00fccken, ordin\u00e4ren Gnostizismus betreiben und alle die obskuren Geschichten, welche die Amtskirche \u00fcber die Gnosis umlaufen lie\u00df und l\u00e4sst, treulich glauben und \u00fcben. Nun wohl, wer es n\u00f6tig hat, k\u00f6nnte man sagen und mit den Achseln zucken, wenn diese braven Okkultisten nicht den Ruf der Sache derart ruinieren w\u00fcrden. Denn die Geschichten stammen von Christen und womit haben Christen die meisten und gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten? Nat\u00fcrlich mit der menschlichen Sexualit\u00e4t und diese ist es dann auch vornehmlich, auf die sich ihre schmutzige Phantasie fokussiert.<\/p>\n<p>Dabei ist etwas ganz anderes gemeint, wenn es um den freien Gebrauch aller Dinge geht. Es geht um die \u00dcberwindung jeder Ber\u00fchrungsangst, um das Respektieren menschlicher Schw\u00e4chen und die Akzeptanz \u2013 angemessener \u2013 W\u00fcnsche. Man kann fragen, was angemessen w\u00e4re und man wird sehr verschiedene Antworten finden, aber dennoch mag es etliche Dinge geben, die niemals und\u00a0 niemandem angemessen sind. Der Mensch braucht seinen sicheren Lebensunterhalt \u2013 aber kein Mensch braucht das Tausendfache dessen, was ihn lebenslang bequem ern\u00e4hrt, behaust und kleidet. Der Mensch braucht seine Mobilit\u00e4t \u2013 aber niemand braucht ein Vielfaches dessen, was zu Lande, zu Wasser und in der Luft geeignet ist, ihn von A nach B zu bef\u00f6rdern. Der Mensch braucht seine Kommunikation \u2013 aber niemand brauchtauf jedem Kontinent ein Kommunikationsnetz f\u00fcr sich ganz alleine. Der Mensch braucht Sicherheit \u2013 aber niemand braucht eine Privatarmee. Dies und dem \u00c4hnliches also ist gemeint, wenn von unangemessenen W\u00fcnschen die Rede ist. Andererseits ist dem Gnostiker der Genuss eines guten Weines oder das Bewohnen eines komfortablen Hauses nicht verboten, sofern er beides ehrlich und auf anst\u00e4ndige Weise erworben hat und anders wird er es kaum zu erwerben w\u00fcnschen. Er ist nicht welts\u00fcchtig, er lehnt diese Dinge nicht ab, aber er will sie auch nicht um\u00a0 jeden Preis haben. Er ist auch nicht weltfl\u00fcchtig, er l\u00e4uft nicht davon, wenn ihm jemand die n\u00f6tigen Mittel schenken will, leibliche Armut ist nicht sein Ideal, wenn er auch damit zufrieden sein kann, nur das N\u00f6tigste zu besitzen. Und Einsamkeit &#8230; oh, das klingt, als sollte man alle guten und alten Freunde zur T\u00fcr hinauswerfen&#8230; aber nicht doch, liebe Freunde. Der Mensch bedarf der Welt und er bedarf der anderen Menschen, er braucht soziale Bindungen, braucht Liebe, braucht N\u00e4he solange sein Leben auf Erden w\u00e4hrt. Nur ein Narr kann ihm dies alles nehmen wollen&#8230; aber er sollte in seinem Innersten von alledem unabh\u00e4ngig sein und was er gibt freiwillig geben, was er empf\u00e4ngt aus freiem Willen empfangen. So wie mit seinen Mitmenschen sollte er auch mit den G\u00fctern umgehen k\u00f6nnen, die in dieser Welt von Menschen erfunden wurden, um ihm n\u00fctzlich oder auch erfreulich zu sein. Ich wei\u00df, wie schwer es ist, zwischen Notdurft und \u00dcberma\u00df die Balance zu halten, ich wei\u00df, wie gern und leicht der Mensch sich in Abenteuer st\u00fcrzt und Risiken eingeht. Aber eben um diese Balance geht es um zwischen Weltsucht und Weltflucht erfolgreich zu navigieren, sich weder vom einen noch vom andern gefangen nehmen zu lassen. Das ist wie mit dem Alkohol, meine Freunde: nichts steht dagegen, hier und da ein Gl\u00e4schen zu nehmen und es steht auch nichts dagegen, es das eine oder andere Mal \u201e\u00fcber den Durst\u201c zu tun. Aber alles steht dagegen, seinen Genuss zu einem Bestandteil des t\u00e4glichen Lebens zu machen und st\u00e4ndig des Guten zu viel zu tun. Sich der Welt enthalten \u2013 das bedeutet nicht das zwanghafte Nein des Abstinenzlers, sondern es bedeutet die Freiheit dessen, der sich alles in dieser Welt offen h\u00e4lt, weil er keinem verf\u00e4llt. Es bedeutet nicht die Armut aus Prinzip, der Reiche, der nicht in den Himmel<a title=\"\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> kommt, wurde nicht von Gnostikern erdacht, im Gegenteil, Erkenntnis mag Armut nicht. Aber sie meint einen anderen Reichtum als den, den man mit Geldeswert beziffern k\u00f6nnte&#8230; falls notwendig, kann dieser Reichtum darin inbegriffen sein. Sie meint den Reichtum dessen, der wei\u00df, was er ist und warum er in dieser Welt lebt und der ihr gegen\u00fcber in Tun und Lassen frei ist. Denn \u2013 Weltsucht ist auch immer mit der Angst verbunden, das Notwendige zu verlieren und f\u00fcr viele Reiche bedeutet ihr Reichtum nur eine Absicherung um das zu erhalten, was nicht verloren gehen darf. Dass die unsicheren Zeiten, die sie um sich wahrnehmen zumeist auf ihren eigenen \u00dcbergriffen beruhen mit denen sie selbst das Ungleichgewicht geschaffen haben, vor dem sie sich nun f\u00fcrchten, wird ihnen nicht oder nur sehr am Rande bewusst. Zudem wissen sie als Welts\u00fcchtige nicht, wie sie Abhilfe schaffen k\u00f6nnten ohne sich selbst zu schaden. Man bedenke: diese Krankheit ist nicht anders beschaffen als die diversen Suchtkrankheiten, die auf dem Missbrauch von Genussmitteln beruhen.<\/p>\n<p>Also \u2013 ein Gnostiker ist kein \u201eLibertinist\u201c und sollte sich also auch nicht als ein solcher auff\u00fchren. Er ist aber auch durch nichts verpflichtet, ein Kostver\u00e4chter zu sein und abseits zu stehen wenn andere sich freuen und feiern. Da er nicht fromm zu sein braucht, ist frommer Tr\u00fcbsinn seine Sache nicht. Da er diese Welt mit n\u00fcchternen Augen anschauen kann, ist aber auch der \u201eRausch des Vergessens\u201c nicht f\u00fcr ihn bestimmt. Er steht nicht \u00fcber den Gesetzen seiner Kultur, aber ihm ist auch nicht geboten, ein Gesetz nur deshalb zu befolgen, weil es ein Gesetz ist. Unvern\u00fcnftige Gesetze, die nicht im Interesse des Gemeinwohls sind, darf er wohl missachten. Frage: was ist im Interesse des Gemeinwohls? Erst einmal die grundlegenden Bestimmungen \u00fcber die Integrit\u00e4t der Person und ihrer sozialen Bindungen. Dann die Festlegungen \u00fcber die Integrit\u00e4t der Gedanken-, Informations- und \u00dcberzeugungsfreiheit, die Freiheit des Gewissens, die Unverletzlichkeit der Privatsph\u00e4re hinzu kommt ein Anspruch auf dieselbe. Die Freiheit kommt hinzu, sich im Dienste des Gemeinwesens und des Gemeinwohls selbst zu bet\u00e4tigen und f\u00fcr den eigenen Unterhalt in angemessener Weise zu sorgen. F\u00fcr Behinderungen in all diesen Dingen werden Sanktionen angedroht und ausgesprochen und \u2013 selbstredend hat auch ein Gnostiker als Teil des Gemeinwesens Steuern zu zahlen und erst einmal nicht zu fragen, wof\u00fcr sie denn verwendet werden. Dar\u00fcber kann er bestimmen, indem er durch sein Handeln die Richtlinien der Politik mit beeinflusst. Also er w\u00e4hle und lasse sich w\u00e4hlen, er habe \u00c4mter inne und Ehren\u00e4mter, \u00a0er engagiere sich wo immer ihm das zielf\u00fchrend erscheint oder er tue all das eben auch nicht. Er ist kein Teil der Welt, wohlan, aber die Welt der Menschen ist ein Teil von ihm und er ist sicher nicht allein, aber auch mit verantwortlich daf\u00fcr, wie es mit den Mitmenschen weitergeht.<\/p>\n<p>Der Mensch ist sich f\u00fcr gew\u00f6hnlich dieser Tatsache, dass er Mitverantwortung nicht nur f\u00fcr seinesgleichen, sondern f\u00fcr den Gesamtkomplex Erde tr\u00e4gt, nicht im Mindesten bewusst, er denkt vielmehr an \u201e\u00fcbersinnliche\u201c M\u00e4chte, die diese Erde geschaffen haben und auch fernerhin das Schicksal derselben und das der Menschen im Auge haben&#8230; weit gefehlt, sollte es dergleichen M\u00e4chte geben, interessieren sie sich f\u00fcr tausend Dinge, aber kaum f\u00fcr dies Staubkorn am Rande einer von unz\u00e4hligen Galaxien in einem von ich wei\u00df nicht wie vielen Universen. Es sind ja an die sieben Milliarden Wesenheiten in diesem Sektor pr\u00e4sent, sollen die doch zusehen \u2013 aber die haben Religion und sehen deshalb eben nicht zu und keinem Wesen war jemals klar, was Religion zu bedeuten habe. weil es kein einziges Wesen gibt, das einen Gott h\u00e4tte; man hat nur Kameraden, nur seinesgleichen. Nur der Mensch hat sich ein solches Ding geschaffen&#8230; von ihm zu erwarten, was es nicht geben kann. Und wenn er nicht aus diesem Irrtum erwacht, steht er eines Tages inmitten der Tr\u00fcmmer, die einst seine Welt waren und wird ihnen nach zerfallen m\u00fcssen. Er kann w\u00e4hlen \u2013 welts\u00fcchtig sein und auf seinen Gott vertrauen oder weltfl\u00fcchtig sein und vor seinen eigenen Taten Rei\u00dfaus nehmen \u2013 oder er kann klug sein, auf seine M\u00f6glichkeiten achten und im \u00fcbrigen nach der Goldenen Regel verfahren: was ich nicht will, dass man mir tu, das f\u00fcg ich keinem Andern zu und dabei nicht nur an die Nachbarn und N\u00e4chsten, sondern an alles denken, was ihm auf seiner Erde als Mitlebendes beigegeben ist. Falls er meinen sollte, dass er dazu schon viel zu viel davon zugrunde gerichtet hat \u2013 nun wohl, kein Gott erlegt sich eine Arbeit auf, die zu leisten er nicht imstande ist also wird auch der Mensch, so schwer es ihm f\u00e4llt, diese Arbeit tun k\u00f6nnen, falls er sich und sei es in letzter Minute, f\u00fcr die Vernunft entscheidet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> legale Kriminalit\u00e4t bezeichnet hier den Bereich des Kommerz und der Politik, aber auch einen Teil des juristischen Bereichs, n\u00e4mlich den, in dem das Strafrecht nicht wirksam ist, der aber dennoch dem Ethos der Humanit\u00e4t widerspricht indem er zum Beispiel von der Zanksucht des Menschen lebt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> wobei dieser Konsum keineswegs gro\u00dfr\u00e4umig sein muss; auch der Besitz Radios oder eines Fernsehger\u00e4tes ist in bestimmten Gesellschaften bereits ein Zeichen des gesellschaftlichen Etabliertseins gegen\u00fcber denen, die keines besitzen oder in anderen Umfeldern ist es der Gebrauch von Waschmitteln beim W\u00e4schewaschen, der dem Gebrauchenden den Eindruck vermittelt, eine h\u00f6here Stufe der kommerziellen Zivilisation erreicht zu haben als sein Umfeld.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> In Deutschland betrifft dies vor allem den Boom der Windkraftanlagen. Man hat sich um ihretwillen von der Solartechnik verabschiedet, da diese von den Konzernen nicht profitabel genug verwertet werden kann. Gesch\u00e4digt wird durch die WKA aber nicht nur die Gestalt der Landschaft, sondern auch die Vogelwelt und die Menge der maritimen Lebewesen. Durch den bei Betrieb derselben entstehenden Infraschall werden auf lange Sicht hin auch die Menschen selbst gesch\u00e4digt werden.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Aus dieser Wirkungsabsicht allein geht schon hervor, dass Gnosis kein Bet\u00e4tigungsfeld\u00a0 f\u00fcr abseitige, okkulte Zirkel sein kann.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Der Gnosis geht es ja gar nicht darum, in den Himmel zu kommen&#8230;.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 0;float:none;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"https:\/\/www.erkenntnis.pub\/blog\/?p=275\" send=\"false\" layout=\"like\" width=\"450\" show_faces=\"true\" font=\"arial\" action=\"\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn der Mensch geboren wird, wird er in eine Gemeinschaft hinein geboren, die nichts von \u201eh\u00f6herer Bestimmung\u201c vermuten l\u00e4sst. 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